Bericht: CIA stellt Unterstützungsprogramm für syrische Rebellen ein

Syrischer Rebellenkämpfer in Ain Tarma

Der US-Geheimdienst CIA stellt laut einem Zeitungsbericht nach vier Jahren seine Unterstützung für syrische Rebellen ein, die gegen den Machthaber Baschar al-Assad kämpfen. Die verdeckte Operation zur Unterstützung der Assad-Gegner habe nur eine eingeschränkte Wirkung gehabt, berichtete die "Washington Post" am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf US-Regierungsvertreter. Der Effekt sei insbesondere seit dem Einschreiten der russischen Armee an der Seite der syrischen Regierungstruppen gering gewesen.

US-Präsident Donald Trump habe daher nach einem Treffen mit CIA-Chef Mike Pompeo und dem Nationalen Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster vor knapp einem Monat die Entscheidung gefällt, das CIA-Programm zu beenden, schrieb die "Washington Post" weiter. Vertreter des Weißen Hauses und der CIA wollten sich zu dem Bericht nicht äußern.

Der "Washington Post" zufolge spiegelt Trumps Entscheidung gegen eine weitere Unterstützung der Rebellen durch die CIA sein Interesse wider, "Wege der Zusammenarbeit mit Russland" zu finden. Zudem gestehe er damit ein, dass die USA eine Entmachtung Assads nur eingeschränkt befördern könnten und wollten.

Die Entscheidung zur Beendigung des CIA-Programms fiel dem Bericht zufolge, als die USA und Russland gerade eine Waffenruhe im Südwesten Syriens aushandelten. Sie wurde vor knapp zwei Wochen beim G20-Gipfel in Hamburg verkündet, nachdem Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin ihr erstes persönliches Gespräch geführt hatten.

Das Unterstützungsprogramm für die syrischen Rebellen war 2013 unter Trumps Amtsvorgänger Barack Obama gestartet worden. Seitdem wurden tausende Rebellenkämpfer ausgebildet und bewaffnet. Der Rückhalt für die Rebellen in den USA ließ allerdings nach.

Zum einen gewann für die US-Regierung in Syrien der Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) an Bedeutung, die auch von Assads Armee bekämpft wird. Zum anderen verloren die Rebellen mit dem Verlust der nordsyrischen Metropole Aleppo an die syrische Armee Ende vergangenen Jahres an Bedeutung.