Bericht: Chinesischer Konzern spielte Einstieg bei der Allianz durch

HNA-Konzern prüfte offenbar Einstieg bei der Allianz

Der chinesische Mischkonzern und Großaktionär der Deutschen Bank, HNA, hat einem Zeitungsbericht zufolge einen Einstieg beim Versicherungskonzern Allianz erwogen. Der Konzern aus China habe vor einigen Wochen direkt beim Management der Allianz vorgefühlt, ob ein Einstieg möglicherweise sogar als Mehrheitseigentümer denkbar sei, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" am Mittwoch unter Berufung auf informierte Kreise.

Der Zeitung zufolge lehnte das Management der Allianz das Ansinnen ab - nach Rücksprache mit dem chinesischen Staatsfonds CIC, der drei Prozent an der Allianz hält. Auch in der Bundesregierung seien Vertreter nicht sonderlich von der Idee angetan gewesen, dass nach der größten deutschen Bank auch die größte deutsche Versicherung in die Hände von HNA geraten könnte.

Die HNA-Gruppe ist seit geraumer Zeit auf Einkaufstour im Ausland und war im Frühjahr mit 9,9 Prozent zum Großaktionär der Deutschen Bank aufgestiegen. Das Land Rheinland-Pfalz verkaufte kürzlich endgültig seinen Mehrheitsanteil am Flughafen Frankfurt-Hahn an die HNA-Gruppe. Bis 2025 will HNA der "Süddeutschen Zeitung" zufolge zu den zehn größten Unternehmen der Welt gehören. Demnach hat HNA bereits mehr als 40 Milliarden Dollar im Ausland investiert.