Bericht: Bundesländer wollen bevorzugt Impfberechtigte direkt anschreiben

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Biontech und Pfizer haben einen Impfstoff entwickelt

Die Bundesländer wollen zur Corona-Impfung bevorzugt berechtigte Bürger laut einem Zeitungsbericht unmittelbar nach der Zulassung des Vakzins der Firmen Biontech und Pfizer teils direkt anschreiben. Sie sollen dazu eingeladen werden, einen Termin in einem Impfzentrum zu vereinbaren, wie die "Bild-Zeitung" in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf Angaben aus Gesundheitsministerien und -behörden einzelner Länder berichtet.

Demnach sollen Impfberechtigte in Niedersachsen einen Brief mit einem QR-Code zum Scannen mit dem Handy erhalten, der zur Impfteilnahme berechtigt. In Hamburg sollen laut "Bild" ebenfalls postalisch Kennnummern zur Vorlage im Impfzentrum verschickt werden. Bayern, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern wollen dem Bericht zufolge Betroffene ebenfalls teils per Post über ihre Impfberechtigung informieren. Ferner gebe es Planungen, Impftermine per Telefon-Hotlines und auf Websites zu vergeben.

Die Corona-Impfungen sollen in Deutschland voraussichtlich direkt nach Weihnachten am 27. Dezember starten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe die Gesundheitsministerkonferenz der Länder über die erwartete Zulassung und Lieferung des Biontech-Pfizer-Impfstoffes informiert, teilte die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit am Mittwochabend mit. Für die Bundesländer ergebe sich daraus der 27. Dezember als Starttermin. Insbesondere solle mit den Impfungen in Pflegeheimen begonnen werden.

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will ihre Entscheidung über die Zulassung des Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer am Montag treffen. Es wird mit einem positiven Entscheid gerechnet.

In einem ersten Schritt könnten nach der Zulassung laut Spahn rund 400.000 Impfdosen ausgeliefert werden. Danach würden es dann "Zug um Zug, Woche für Woche, mehr Dosen, die ausgeliefert werden können". Bis Ende des ersten Quartals rechnet der Gesundheitsminister mit elf bis 13 Millionen Impfdosen.

dja