Bericht über Spielmanipulation: EHF zieht keine Konsequenzen

Ein Bericht über vermeintliche Spielmanipulationen durch Schiedsrichter hat die Handball-Szene am Rande der WM aufgeschreckt. Die Europäische Handballföderation (EHF) bestätigte am Sonntag, dass sie im Dezember 2018 wegen eines entsprechenden Verdachts die Behörden eingeschaltet habe. Die damaligen Ermittlungen hätten jedoch zu keinem Ergebnis geführt, daher seien keine Konsequenzen ergriffen worden.

Zuvor hatte der dänische Fernsehsender TV2 berichtet, dass das auf Spielmanipulationen spezialisierte Unternehmen Sportradar zwischen September 2016 und November 2017 insgesamt 26 Spiele registriert habe, die deutliche Anzeichen von Spielmanipulation aufweisen würden. Im Fokus standen demnach acht Schiedsrichter-Duos, die teilweise auch bei der derzeit laufenden Weltmeisterschaft in Polen und Schweden im Einsatz sind.

"Nach Kenntnis der EHF blieben diese Ermittlungen der Polizei bisher ergebnislos und die Spekulationen blieben nach der Sondierung unbewiesen", teilte die EHF am Sonntag mit: "Eigene Auswertungen der EHF zu fraglichen Spielen aus damaliger sportlicher Sicht ergaben keine Anhaltspunkte, die die Einleitung eines Gerichtsverfahrens gerechtfertigt hätten."

Zu den betroffenen Partien gehörten laut TV2 auch Partien mit Beteiligung der deutschen Spitzenklubs THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt sowie Länderspiele.