Mythos L'Alpe d'Huez! Welcher Favorit patzt?

An der Strecke werden hunderttausende Fans erwartet

21 Kehren, 14 Kilometer, ein Mythos: L'Alpe d'Huez. Zum Abschluss der Alpen-Trilogie packt die 105. Tour de France ihr Tafelsilber aus. Die 12. Etappe (JETZT im LIVETICKER) mit Start in Bourg-Saint-Maurice endet nach 175,5 km auf der berühmt-berüchtigten Ski-Station.

Hunderttausende Fans werden entlang der steilen Serpentinen für eine Stadionatmosphäre sorgen, wie sie im Radsport wohl einmalig ist. 

12. Tour-Etappe nach L'Alpe d'Huez

Auch für die Fahrer ist der Aufstieg nach L'Alpe d'Huez, einem der vier "heiligen" Berge der Frankreich-Rundfahrt (neben Tourmalet, Galibier und Mont Ventoux), ein besonderes, wenn auch schmerzvolles Erlebnis.

Der 13,8 km lange Anstieg ist im Schnitt 8,1 Prozent steil. Das allein reicht für brennende Oberschenkel, angesichts des vorherigen Parcours ist das Finale umso gefürchteter.


Der Weg hinauf nach L'Alpe d'Huez ist am Donnerstag nur einer von zwei Anstiegen der Ehrenkategorie. Zwischen Col de la Madeleine (25,3 km/6,2 Prozent) und Col de la Croix de Fer (29/5,2) geht es zudem über die Lacets de Montvernier (3,4/8,2/2. Kategorie), eine Art "Mini-L'Alpe d'Huez".

Hinault und Pantani gewannen in L'Alpe d'Huez

Insgesamt wird etwa 70 km lang geklettert, neben dem Pyrenäen-Sprint in der Schlusswoche verdient sich die 12. Etappe so den Ruf als "Königsetappe".

L'Alpe d'Huez ist bereits zum 30. Mal Etappenort der Tour.


Die Liste der Sieger ist lang und reich an Berühmtheiten wie Fausto Coppi, Bernard Hinault oder Marco Pantani. Auch Dopingsünder Lance Armstrong triumphierte hier zweimal - unter bekannten Voraussetzungen. Zuletzt siegte dreimal in Folge ein französischer Fahrer. 2018 dürfte Romain Bardet die größten Chancen der Gastgeber besitzen.