Berentzen will Versorgung mit Orangen verbessern - Ausblick bestätigt

dpa-AFX

HASELÜNNE (dpa-AFX) - Im Geschäft mit Systemen für frisch gepresste Orangensäfte will sich der Getränkehersteller Berentzen künftig mit frühzeitigeren Kontrakten für die Früchte besser absichern. Schlechte Ernten in Spanien und Südafrika hatten das Unternehmen getroffen, im September korrigierte Berentzen die Ergebnisziele nach unten. "Die Herausforderungen, denen wir vor allem in den Sommermonaten gegenüberstanden, zeigen sich jetzt wie erwartet in den Ergebniszahlen", sagte Berentzen-Chef Oliver Schwegmann am Freitag. Vor Zinsen und Steuern lag das Ergebnis in den ersten neun Monaten bei 5 Millionen Euro - vor einem Jahr waren es 7 Millionen Euro.

Gleichzeitig stieg der Umsatz in dem Zeitraum von 124,7 Millionen auf 126,4 Millionen Euro, vor allem die Sparte der alkoholfreien Getränke verbesserte sich trotz aller Schwierigkeiten beim Umsatz um 6,9 Prozent. Das Geschäft mit Frischsaftsystemen lag beim Umsatz um 2,6 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Die Sparte Spirituosen blieb mit einem Umsatzrückgang um 0,5 Prozent nahezu stabil.

Berentzen bestätigte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr - und setzt dazu auf das traditionell starke Jahresendgeschäft mit Spirituosen. Angepeilt werde ein Konzernumsatz zwischen 170,4 Millionen und 179,2 Millionen Euro, das Betriebsergebnis werde zwischen 9,1 Millionen und 10,1 Millionen Euro liegen. Neben der besseren Absicherung der Orangenernten sollten etwa Marketing und Einkauf konzernweit organisiert werden, nicht mehr von den Töchtern.

Der Getränkehersteller aus dem Emsland mit rund 500 Mitarbeitern war mit Apfelkorn bekannt geworden. Berentzen setzt auf handwerklich hergestellten Premium-Korn und hofft, dass Korn - ähnlich wie Wodka oder Gin - zu einem angesagten Szene-Getränk wird.