Berenberg kappt 50 Jobs nach Gegenwind auf Kapitalmärkten

(Bloomberg) -- Die Hamburger Privatbank Berenberg streicht in den USA rund 50 Stellen. Das bestätigte ein Sprecher auf Anfrage von Bloomberg News am Donnerstag. Betroffen seien von dem Schritt in erster Linie Analysten, aber auch andere Positionen innerhalb der Bank.

Künftig will sich Berenberg den Angaben zufolge im US-Investmentbanking auf ihre vier stärksten Sektoren konzentrieren. Das seien Technologie, Industrie, Gesundheit und Immobilien. Angetrieben werde die Entscheidung auch von der schwierigen Situation an den amerikanischen Kapitalmärkten.

„Grundlage für das künftige Wachstum ist eine konsequente Fokussierung auf unsere eigenen Stärken“, sagte der persönlich haftende Gesellschafter Hendrik Riehmer.

Im vergangenen Jahr hatte Berenbergs weltweite Belegschaft mit 1.703 Beschäftigen einen neuen Rekordstand erreicht. Auch in den USA war es 2021 von 127 auf 156 Mitarbeiter nach oben gegangen. Vor diesem Hintergrund verdoppelte die Bank ihre Büroflächen in New York. Nur in London war die Zahl der Mitarbeiter 2021 noch stärker gestiegen.

Das Portal Finanz-Szene.de hatte als erstes über den Stellenabbau berichtet.

Vor kurzem hatte Berenberg einige Stellen von Frankfurt nach London verlagert. Hintergrund war die Neuordnung des Corporate-Finance-Geschäfts in Kontinentaleuropa. Statt es wie bisher auf Frankfurt, Paris und Brüssel zu verteilen, wird es nun zentral von London aus gesteuert werden.

(Neu: Zitat im 3. Absatz)

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