Beratungen über Ausweitung der Ölförderung festgefahren

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Ölförderung in Kalifornien

Die Beratungen der wichtigsten ölproduzierenden Länder über eine Erhöhung der Fördermenge stecken offenbar in einer Sackgasse. Die eigentlich geplante Fortsetzung des Ministertreffens sei am Montag erneut vertagt worden, ein neuer Termin stehe noch nicht fest, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus dem Umfeld der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihren Partnerländern. Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage nach Öl und wachsender Inflationssorgen beraten die Länder seit Donnerstag über eine mögliche Ausweitung der Fördermenge ab August.

Widerspruch der Vereinigten Arabischen Emirate verhinderte bishr eine Einigung. Abu Dhabi kritisierte den vorliegenden Vorschlag am Sonntag als ungerecht. In dem Streit geht es um den Wert, der bei der Steigerung der Fördermenge zugrunde gelegt werden soll.

Zur Opec gehören unter anderem Saudi-Arabien - nach den USA der zweitgrößte Ölförderer der Welt -, der Irak und der Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Nigeria. Zu den Partnerländern der Opec zählen unter anderem Russland, Kasachstan und Mexiko. Zusammen mit den Partnerländern wird die Gruppe als Opec+ bezeichnet.

Analysten zufolge steht die Opec+ nun im Wesentlichen vor der Wahl, entweder den Forderungen der Vereinigten Arabische Emirate nachzugeben oder keine Einigung zu erzielen, was die Rohölpreise drastisch in die Höhe treiben dürfte. Zudem steht die Einheit der Allianz auf dem Spiel; bei einem Bruch droht ein heftiger Preiskrieg.

ck/jes

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