Berater: Neymar war Bayern 2010 zu teuer

Es hätte auch alles anders laufen können: Der FCB war nach Auskunft eines Beraters an Neymar dran, doch der geforderte Betrag war zu happig.

Der FC Bayern München ist in der Vergangenheit ernsthaft an Neymar interessiert gewesen. Das hat der kroatische Spielerberater Predrag Racki in einem Interview mit Novi list verraten. Demnach habe der FCB in Person von Sportdirektor Christian Nerlinger 2010 den Brasilianer auf dem Zettel gehabt, eine Verpflichtung sei aber an der Höhe der Ablöseforderung gescheitert.

"Im Winter-Transferfenster 2010 habe ich von Neymars Berater Wagner Ribeiro die Erlaubnis bekommen, im Namen des Spielers mit den Bayern zu verhandeln", erzählte Racki. "Damals war Neymar 17 Jahre alt, aber man konnte schon ahnen, dass er weltklasse würde. Er war damals nur viel dünner als heute", ergänzte Racki.

Die Münchner hatten ein grundsätzliches Interesse am Stürmer, der inzwischen für die Weltrekord-Ablösesumme in Höhe von 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain gegangen ist. "Ich habe Nerlinger in München getroffen, nachdem wir zweimal telefoniert hatten. Er hat mir gesagt, dass er genau weiß, wer Neymar ist, eines der größten Talente der Welt", so Racki.

Bayern wollte Neymar weiter beobachten

Zu einem Transfer kam es bekanntermaßen am Ende nicht - weil es am Geld scheiterte. "Es ging nicht weiter wegen des Preises. Der lag bei 18 Millionen Euro und hätte mit Boni auf 24 Millionen Euro steigen können", berichtete der Berater. "Nerlinger hat mir gesagt, dass Bayern ihn weiter beobachten möchte, aber nicht bereit ist, so viel Geld für einen Spieler auszugeben, der noch nicht einmal 18 Jahre alt ist", fügte der Kroate hinzu.