Berater: Klopp lehnte bei Borussia Dortmund "sehr lukratives Angebot aus der Premier League" ab

Klopp hat es nach mehreren Jahren in Mainz und Dortmund nach England verschlagen. Er wäre jedoch im Januar 2008 fast beim FC Bayern München gelandet.

Nach der turbulenten Transferphase mit einigen Spielerwechseln im dreistelligen Millionenbereich rechnet Berater Marc Kosicke auch mit einem baldigen Anstieg der Ablösesummen für Trainer. "Wenn eine Top-Führungskraft eines Vereins auf dem Markt ist, warum soll der Klub dafür nicht auch eine hohe Ablöse erzielen wie möglicherweise für einen überdurchschnittlichen Fußballprofi?", sagte der 46-Jährige der Tageszeitung Die Welt : "Der Markt ist umkämpft, weshalb die Ablösen auch für Trainer steigen."

Als "problematisch" sieht Kosicke es aber an, wenn Trainer innerhalb einer Saison wechseln. Dennoch gebe es "sicherlich mal Momente, wo ein Trainer ins Grübeln kommt", sagte er. 

Klopp "hätte nicht mehr in den Spiegel gucken können"

"Jürgen Klopp hatte diesen Moment in Dortmund. Da gab es ein sehr lukratives Angebot aus der Premier League. Doch er hatte gerade beim BVB verlängert und einigen Spielern, die ebenfalls verlängert hatten, versprochen, dass er bleibt", berichtete der Berater über seinen Schützling und heutigen Liverpool-Teammanager: "Er hätte, fand er, nicht mehr in den Spiegel gucken können, wenn er gegangen wäre."

Kosicke, der sich auf die Beratung von Trainern spezialisiert hat, zählt 20 Coaches zu seinen Klienten. Neben Klopp gehören auch David Wagner (Huddersfield Town) und Bundesliga-Shootingstar Julian Nagelsmann (1899 Hoffenheim) dazu. 

"Julian hat binnen kurzer Zeit viel bewegt in Hoffenheim", sagte Kosicke über den 30-Jährigen, der nach dem vierten Platz mit den Kraichgauern in der abgelaufenen Saison Begehrlichkeiten bei anderen Klubs geweckt hatte: "Wir haben zusammen entschieden, dass er den internationalen Wettbewerb am besten mit Hoffenheim lernen kann."