Treluyer vor LMP1-Comeback?

Benoit Treluyer will es in der LMP1 noch einmal wissen


Elf LMP1-Werksfahrer aus dem VW-Konzern mussten sich in den vergangenen 15 Monaten neue Arbeit suchen (Andre Lotterer war gleich zweimal betroffen), nachdem sich erst Audi und dann Porsche aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) zurückzogen. Während zahlreiche Fahrer in Formel E, GT-Programmen oder der DTM unterkamen, traf es Benoit Treluyer mit am härtesten: Sein Jahr 2017 bestand aus den fünf Rennen der Blancpain-Endurance-Serie. Ansonsten ging es bis runter in die italienische GT-Meisterschaft. Im Winter fuhr er zudem Eisrennen in der Trophee Andros.

2018 sollen es nun doch wieder etwas größere Brötchen auf höherem Niveau werden. Treluyer arbeitet an einer Rückkehr in die LMP1-Szene der WEC. "Ich will zurückkommen, entweder in die LMP1 oder, wenn das nicht klappt, wenigstens in ein gutes LMP2-Team", sagt er gegenüber 'Endurance-Info'. "Ein Le-Mans-Sieg ist wieder auf meinem Radar. Ich habe mit mehreren Teams gesprochen, aber noch ist nichts fix. Mein Telefon klingelt aber öfter als in der Vergangenheit."

"Ich habe schon eine kleine Atempause nach dem Abenteuer mit Audi gebraucht. Das Ende des Programms war ein Schock und eine große Enttäuschung. Ich habe etwas Abstand benötigt", sagt der 41-Jährige weiter. "Ich bin immer ehrlich zu mir selbst. Und wenn man nicht in Le Mans fahren möchte, ist es besser, gar nicht erst anzutreten."

Treluyer steht weiterhin bei Audi unter Vertrag. Aber einem Prototypen-Engagement bei einem Privatteam würde der Konzern sicher nicht im Weg stehen. "Die Sehnsucht ist zurückgekehrt", strahlt der Franzose. Mögliche Anlaufpunkte wären in der LMP1-Kategorie TRSM Racing (Manor) und SMP Racing, die ihre Fahrer-Line-ups für die WEC-"Supersaison" 2018/19 noch nicht vollständig bestätigt haben.

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