Benkos Signa-Gruppe versucht es mit Schuldschein-Darlehen

Luca Casiraghi und Jacqueline Poh
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Die Signa-Gruppe des österreichischen Immobilien- und Kaufhaus-Investors Rene Benko führt unterrichteten Kreisen zufolge Gespräche mit deutschen Regionalbanken, um über ein Schuldschein-Darlehen frisches Geld aufzunehmen. Das könnte eine Alternative sein zu Benkos ursprünglichen Plänen, Anleihen zu begeben, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen.

Noch sei kein Mandat für eine Schuldschein-Transaktion erteilt worden, hieß es bei den Personen, die nicht genannt werden wollten. Benko hatte zuvor wohl vorgehabt, über eine seiner Immobilien-Firmen - Signa Development Selection AG oder Signa Prime Selection AG - Anleihen zu begeben. Ein Schuldschein sei jedoch einfacher zu arrangieren, weil deutsche Investoren und Kreditgeber mit dem Instrument besser vertraut seien und sie Benko sowie Signa kennen würden, hieß es.

Ein Anwalt der Signa-Gruppe sagte, man spreche regelmäßig mit Banken über Finanzierungsmöglichkeiten, wollte sich aber zu konkreten Plänen nicht äußern.

Benkos Konzern favorisiert traditionell Privatplatzierungen, um Fremd- und Eigenkapital aufzunehmen. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie, insbesondere Lockdowns und Reisebeschränkungen, setzen gerade den Branchen zu, die zu Signas wichtigsten Mietern gehören, wie Einzelhandel und Hotels.

Galeria hat inzwischen von der Bundesregierung ein 460-Millionen-Euro Nachrangdarlehen erhalten, teilte die Finanzagentur der Bundesrepublik auf ihrer Website mit. Im vergangenen Jahr hatte sich die Kaufhauskette über ein Schutzschirmverfahren und eine Insolvenz in Eigenverwaltung saniert und dabei Jobs gestrichen und Kaufhäuser geschlossen.

Überschrift des Artikels im Original:Billionaire Benko Turns to German Banks to Raise Funds for Signa

(Neu: Darlehen der Finanzagentur inzwischen ausgezahlt.)

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