Bellingham: Dieses System macht den BVB einzigartig

SPORT1
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Bei Manchester United hat Jude Bellingham einst von Trainer-Legende Sir Alex Ferguson eine Führung über das Vereinsgelände bekommen. Gelandet ist der hochtalentierte Mittelfeldspieler aber trotzdem bei Borussia Dortmund.

"Manchester United hat eine großartige Mannschaft. Meine Entscheidung hatte aber nicht mit United zu tun. Dortmund war der bestmögliche Ort für mich. Alles andere ignorierst du dann", erklärte der 17-Jährige im Interview mit dem Guardian.

Bellingham erklärte dabei auch, was den BVB so einzigartig macht - gerade für einen jungen Spieler. "Die Art, wie sie junge Spieler in die erste Mannschaft integrieren, ist auf einem anderen Level. Es gibt in Europa keinen Klub, der es genau so wie sie macht." Mit den Schwarz-Gelben trifft Bellinham am Mittwoch in der Champions League auf den FC Brügge.

Dem jungen Briten imponiert in Dortmund vor allem, wie die Jungstars gepusht, aber auch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Für alle Spieler gebe es eine Ansprechperson: "Vor allem Otto Addo, der mit den jungen Spielern gearbeitet hat. Er ist großartig. Alle haben ein Support-System, um für ihre Chance in der ersten Mannschaft arbeiten zu können."

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Der Einstieg in Dortmund sei ihm leicht gefallen, weil er einige Spieler in der eigenen Altersklasse um sich herum habe. "Viele von ihnen sitzen im selben Boot, vor allem Jesus (Reinier, Anm.) und Gio (Reyna), die ein ähnliches Alter haben und vergleichbaren Punkten in ihrer Karriere sind."

Die Mutter macht Druck bei der Schularbeit

Was Beobachter an Bellingham besonders beeindruckt, ist seine Reife. "Vielleicht komme ich als reif rüber, aber wenn du in dem Umfeld bist, in dem ich letztes Jahr und auch zu Beginn dieser Saison war, dann musst du schnell erwachsen werden. Du musst die kindischen Gewohnheiten hinter dir lassen, weil von dir erwartet wird, dass du auf einem vergleichbaren Level bist wie deine Mitspieler."

Wenn dies nicht der Fall sei, lasse man sich selbst, aber eben auch sein Team im Stich. Vor seinem Wechsel in die Bundesliga hatte er bei Birmingham City bereits eine tragende Rolle gespielt.

Bei aller Reife gibt es in seinem Leben aber auch Dinge, an denen man sein Alter noch gut erkennen kann. Kochen kann er zum Beispiel noch nicht: "Keine Chance. Ich bekomme das Essen vom Verein und meine Mutter hilft mir bei all solchen Sachen."

Und seine Mutter, die mit ihm in Dortmund wohnt, erinnere ihn auch stets an seine Bildung. Er arbeite noch an seinem Schul-Abschluss: "Das muss ich hinter mich bringen, damit ich meinen Privatlehrer los werde."