Belgische Behörden beschlagnahmen Werbeplakate von "Suggardaddy"-Dating-Website

Belgische Behörden ermitteln wegen des Verdachts der Anstiftung zur Prostitution gegen eine Dating-Website. Die Polizei beschlagnahmte Werbeplakate der von Norwegen aus betriebenen Website RichMeetBeautiful, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Das anzügliche Angebot zielt vor allem auf junge Studentinnen, um sie mit wohlhabenden älteren Männern zu verkuppeln.

Das Datingportal wurde vor einigen Wochen in Belgien lanciert, zum Wochenende startete dann in Brüssel eine Werbekampagne mit Plakaten auf zwei Lastwagen. Pünktlich zum Semesterbeginn wurden die Lkw dann am Montag in der Nähe der renommierten Freien Universität gesichtet.

Die belgische Polizei stoppte einen der Lkw am Dienstagabend und beschlagnahmte das Poster, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Es werde geprüft, ob die Kampagne einen Straftatbestand erfülle. Auf den Postern ist das Dekolleté einer nur mit einem roten BH bekleideten jungen Frau zu sehen. Dazu heißt es: "Hey Studentinnen. "Verbessert Euren Lebensstil, geht mit einem 'Sugardaddy' aus." Der Slogan und die Poster lösten in Belgien bei Studentenverbänden und Politikern große Empörung aus.