Belgien meldet ersten Todesfall durch E-Zigaretten

Raphael Pauwaert könnte das erste Todesopfer von E-Zigaretten in Belgien sein. Am 6. November starb er an einem Atemstillstand, laut den Ärzten hervorgerufen durch E-Zigaretten. Es gebe keine andere Erklärung für die schwere Lungenentzündung, mit der er eingeliefert wurde und an der er schließlich starb, heißt es.

Sein Vater Thierry Pauwaert will nun auf die Gefahren der Geräte aufmerksam machen. Er berichtet: "Seine Mutter hat wie er CBD mit einer E-Zigarette geraucht, ebenso sein Bruder, dessen Freundin, und zwei andere Freunde. In derselben Nacht."

CBD steht für Cannabidiol, ein Hanfprodukt, das THC enthält. Laut den Behörden konsumierte Pauwaert vor allem CBD-haltige Produkte.

Elektrische Zigaretten sind zwar weltweit immer beliebter, allerdings sollen in den USA bereits 39 Menschen am Konsum von E-Zigaretten gestorben sein.

Mathieu Capouet vom belgischen Gesundheitsministerium sagt: "Die Informationen der US-Behörden zeigen eine Verbindung zwischen dem Vitamin E, das in manchen CBD-Ölen enthalten ist, und den Problemen in den USA. In Belgien ist Vitamin E in den verkauften Flüssigkeiten verboten.

Bei E-Zigaretten wird der Dampf nikotinhaltiger Flüssigkeiten inhaliert. Belgiens Gesundheitsministerin Maggie De Block sagt, in Belgien werde strikt kontrolliert.

"Die Geschäfte, die E-Zigaretten verkaufen, werden regelmäßig überprüft. Wir haben bereits einige von ihnen geschlossen und andere daran gehindert, zu öffnen," so De Block.

Der verstorbene Raphael Pauwaert hatte die Dampfutensilien im Mai zu seinem 18 Geburtstag bekommen, als Geschenk von seinen Eltern.