Belarus: Mitglieder des UN-Sicherheitsrats verurteilen Zwangslandung

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NEW YORK (dpa-AFX) - Zahlreiche derzeitige und frühere Mitglieder des UN-Sicherheitsrats haben die von Belarus erzwungene Landung eines Passagierflugzeugs in Minsk verurteilt. Damit befinde man sich in einer "neuen und extrem gefährlichen Phase der Kampagne der Behörden von Belarus zur Unterdrückung des eigenen Volkes", hieß es in einer Mitteilung der UN-Vertretung Estlands, die von Deutschland, Frankreich, Irland, Belgien, Norwegen, Großbritannien und den USA unterstützt wurde.

Frankreich, Großbritannien und die USA sind ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. Estland, Irland und Norwegen sind derzeitige, Belgien und Deutschland frühere Mitglieder. Gemeinsam forderten sie eine Aufklärung des Vorfalls und eine Freilassung des nach der Zwangslandung der Maschine festgenommenen Bloggers Roman Protassewitsch.

Zuvor hatten Estland, Irland und Norwegen das Thema am Rande einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats angesprochen. Eine gemeinsame Erklärung aller 15 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums scheiterte aber unter anderem am Widerstand Russlands.

Die Behörden der Republik Belarus hatten am Sonntag ein Ryanair <IE00BYTBXV33>-Flugzeug mit mehr als 100 Passagieren auf dem Weg von Athen nach Vilnius mit einem Kampfjet zur Landung bringen lassen - angeblich wegen einer Bombendrohung. An Bord war der regierungskritische Blogger Protassewitsch, der dann kurz nach der Zwangslandung mit seiner Freundin festgenommen wurde.

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