Bekannte von islamistischem Geiselnehmer in Frankreich festgenommen

Nach der islamistischen Geiselnahme in Südfrankreich ist eine enge Bekannte des getöteten Angreifers festgenommen worden. Die Frau werde der Mitgliedschaft in einer kriminellen terroristischen Vereinigung verdächtigt, sagte Anti-Terror-Staatsanwalt François Molins am Freitag in Carcassonne. Sie lebte demnach mit dem marokkanischen Islamisten zusammen, der am Freitag drei Menschen getötet hatte.

Der Mann habe bei der Erstürmung eines Supermarktes in der südfranzösischen Stadt Trèbes "Allah Akbar" (Gott ist der Größte) gerufen und sich als "Soldaten" der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnet, sagte Molins. Er habe gesagt, er sei bereit für Syrien zu sterben, und habe die Freilassung inhaftierter "Brüder" gefordert.

Der Marokkaner hatte bei einem Autodiebstahl in Carcassonne und bei einer Geiselnahme in einem Supermarkt in Trèbes drei Menschen getötet, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Der Mann Mitte zwanzig war den Sicherheitsbehörden bekannt, wie Staatsanwalt Molins sagte. Wegen seiner Verbindungen zur Salafisten-Szene wurde er in einer Datei mit mutmaßlichen islamistischen Gefährdern geführt.