Bekannt als Ostbahn-Kurti: Trauer um österreichische Musiklegende Willi Resetarits

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Als Ostbahn-Kurti war er einer der größten Austropop-Stars: Willi Resetarits ist tot. (Bild: Koch Universal Music)
Als Ostbahn-Kurti war er einer der größten Austropop-Stars: Willi Resetarits ist tot. (Bild: Koch Universal Music)

Mit der Politrockband Schmetterlinge wurde er bekannt, als Ostbahn-Kurti zu einem der größten Musikstars in Österreich: Willi Resetarits verunglückte am Sonntag bei einem Unfall tödlich.

Willi Resetarits ist tot. Der Sänger und Menschenrechtsaktivist, der in den 80er-Jahren unter dem Künstlernamen Ostbahn-Kurti zur Kultfigur avancierte, starb am Sonntag an den Folgen eines Unfalls in Wien, wie zunächst die "Kronen-Zeitung" berichtet hatte. Resetarits wurde 73 Jahre alt. Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer zeigte sich bei Twitter "erschüttert" über den Tod des Musikers, Resetarits habe ihn durch seine Jugend begleitet, erklärte der Politiker: "Mit seinen Liedern hat er Generationen begeistert. Sein Gespür für die Sorgen der Menschen, die er darin verarbeitet hat, wird unvergessen bleiben", würdigte Nehammer den Musiker.

Resetarits begann seine Karriere Ende der 60er-Jahre als Teil der Politfolkgruppe Schmetterlinge, mit dem Song "Boom-Boom-Boomerang" nahm die Band 1977 für Österreich am Eurovision Song Contest teil. Anfang der 80er-Jahre erfand Texter Günter Brödl die Figur des "Ostbahn-Kurti": Unter dem Künstlernamen präsentierte Resetarits in den Wiener Dialekt übersetzte Blues- und Rock-Songs und wurde zu einem der populärsten des sogenannten Austro-Pops und erhielt den Beinamen "Bruce Springsteen aus Favoriten".

Zudem machte sich Resetarits auch als Menschenrechtsaktivist einen Namen: Unter anderem war er Mitbegründer von der Hilfsorganisationen "Asyl in Not" und "SOS Mitmensch". Resetarits hinterlässt seine beiden Brüder, Schauspieler Lukas Resetarits und TV-Moderator Peter Resetarits, eine Ehefrau und zwei Kinder aus einer früheren Beziehung.

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