Beitragsschulden bei gesetzlichen Kassen auf 6,6 Milliarden Euro gestiegen

Der großflächige Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) in der Medizin könnte einem Zeitungsbericht zufolge bei der Früherkennung schwerer Krankheiten helfen und zu einer besseren Therapie für Millionen erkrankter Menschen beitragen

Die Beitragsschulden in der gesetzlichen Krankenversicherung sind auf einen Rekordstand von rund 6,6 Milliarden Euro gestiegen. Seit Ende 2013 verdreifachten sich die Außenstände bei freiwillig Versicherten damit nahezu, wie das Wirtschaftsmagazin "Capital" am Dienstag unter Berufung auf Zahlen des Bundesversicherungsamts berichtete. Damals hatten die Schulden noch bei 2,22 Milliarden Euro gelegen.

Der Großteil der Schulden entfällt mit rund fünf Milliarden Euro den Angaben zufolge auf sogenannte Selbstzahler, zu denen vor allem Selbstständige gehören. Selbstzahler begleichen ihre Beiträge bei den gesetzlichen Kassen selbst. Dazu zählen neben Selbstständigen auch freiwillig versicherte Rentner.

Bei festangestellten Arbeitnehmern werden die Kassenbeiträge hingegen direkt vom Lohn abgezogen, so dass normalerweise keine Rückstände entstehen können. Abgesichert sind auch Empfänger staatlicher Sozialleistungen.

Insbesondere kleine Selbstständige sind nach Ansicht der Kassen aber oft finanziell überfordert. Sie müssen dem Bericht zufolge regelmäßig den Höchstbeitrag von monatlich rund 760 Euro für die Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, der bei einem Monatseinkommen ab 4350 Euro fällig wird.

"Leider steigt die Summe der Beitragsschulden kontinuierlich an, da es Menschen gibt, die ihre Beiträge aufgrund eines fehlenden oder unregelmäßigen Einkommens nicht zahlen können", sagte der Sprecher des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung, Florian Lanz, dem Magazin.