Andacht für Kardinal Meisner: 48 Kirchenvertreter aus aller Welt reisen an

Kirchenvertreter und Politiker kommen zusammen. Freitag fand die Totenvesper statt.

Die Zahl der Kardinäle und Bischöfe, die an diesem Samstag an den Trauerfeiern für den am 5. Juli verstorbenen Kardinal Joachim Meisner teilnehmen, ist bis Freitagabend auf 48 gestiegen. Den weitesten Weg hat der Erzbischof von Kampala (Uganda), Cyprian Kizito Lwanga. Den Vatikan vertritt der Apostolische Nuntius (Botschafter) Nikola Eterovic aus Berlin.

Aus Rom reisen die Kardinäle Gerhard Müller und Paul Josef Cordes sowie der frühere Privatsekretär Papst Benedikts XVI., Erzbischof Georg Gänswein, an.

Zusammen mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft werden viele Tausend Gläubige erwartet, die Meisner auf seinem letzten Weg von der Basilika St. Gereon zum Dom und in der Totenmesse die letzte Ehre erweisen werden. Der von Kardinal Rainer Woelki geleitete Gottesdienst mit anschließender Beisetzung in der Bischofsgruft beginnt um 10 Uhr.

Woelki spricht von der langjährigen Beziehung zu seinem Vorgänger

OB Henriette Reker vertritt die Bischofsstadt Köln, Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) das Land NRW. Anders als nach dem Tod von Meisners Vorgänger Joseph Höffner 1987 ist diesmal kein Spitzenrepräsentant des Bundes in Köln dabei – allerdings hatte Höffner als Vorsitzender der Bischofskonferenz auch eine Funktion auf nationaler Ebene inne.

In der WDR-Morgenandacht, die der Sender am Samstag ausstrahlt, spricht Woelki von der langjährigen Beziehung zu seinem Vorgänger und dessen festem Glauben an das ewige Leben. „Vor dem Tod hatte er daher keine Angst.“ Zum Schluss wendet sich Woelki an den Verstorbenen: „Lieber Joachim! Ich freue mich auf unser Wiedersehen im Himmel!“

Ein Kondolenzbuch liegt bis Sonntag in der Turmhalle des Doms aus. Wie viele Gläubige sich in St. Gereon verabschiedet haben, wo Meisners Leichnam mehrere Tage lang aufgebahrt war, konnte das Erzbistum nicht sagen. Ob eine Straße oder ein Platz in Köln nach Meisner benannt wird, entscheide sich frühestens in drei Jahren, teilte die Stadt auf Anfrage mit.

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