Olympiasiegerin steigt beim 1. FC Köln ein

Britta Heidemann wird die Olympische Fackel bei der Eröffnung ein Stück weit tragen

Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann (34) ist in den Aufsichtsrat des Bundesligisten 1. FC Köln gewählt worden.

Das teilte der Klub am Montag mit. Die Goldmedaillengewinnerin von Peking 2008 folgt in dem Gremium auf Jürgen Meisch, der sein Mandat aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte.

"Wir sind sehr froh, mit Britta Heidemann eine Weltklassesportlerin und Sympathieträgerin als neues Aufsichtsratsmitglied gewonnen zu haben, die uns mit ihrer Auslandserfahrung und ihrem beruflichen Hintergrund bereichern wird", sagte FC-Präsident Werner Spinner. 

Heidemann freut sich auf neue Aufgabe

"Ich bin in unmittelbarer Nachbarschaft und Hörweite des Stadions aufgewachsen", sagte Heidemann: "Als kölsches Mädchen weiß ich, dass dieser Verein für die Menschen der Sportstadt Köln von immenser Bedeutung ist. Umso mehr freue ich mich, dass der 1. FC Köln in den vergangenen Jahren auf einen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolgspfad zurückgekehrt ist. Als Aufsichtsratsmitglied werde ich diese Entwicklung gerne mit voller Kraft unterstützen."

Deutschlands Vorzeigefechterin hatte im Jahr 2016 die Qualifikation für die Sommerspiele in Rio de Janeiro verpasst und fehlte, geplagt von Achillessehnen- und Rückenproblemen, auch bei der Heim-WM in diesem Jahr. 

Diplom in Regionalwissenschaften Chinas

Zuletzt intensivierte Heidemann ihre Aktivitäten in der Sportpolitik.

In Rio wurde sie in die Athletenkommission des Internationalen Olympischen Komitees gewählt und ist damit auch IOC-Mitglied.

Sie sitzt im Präsidium und in der Athletenkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und gehört auch der PotAS-Kommission an, dem Eckpfeiler der Leistungssportreform. Zudem ist die gebürtige Kölnerin, die ein Diplom in Regionalwissenschaften Chinas abgeschlossen hat, als Unternehmensberaterin tätig.