Nach Behördenverfügung: Museum von Gunther von Hagens schließt für Umgestaltung

Plastinator Gunther von Hagens vor dem Plastinat „Im Spiegel der Zeit“ im Menschen-Museum

Im Streit mit dem Berliner Bezirk Mitte schließt das Menschen-Museum von Leichenplastinator Gunther von Hagens für eine Umgestaltung. Die Anpassungen von diesem Donnerstag an seien eine Reaktion auf eine "sofort vollziehbare Untersagungsverfügung" des Bezirksamtes, teilten die Museumsbetreiber am Mittwoch mit. Man wolle neuen Behörden-Vorgaben nachkommen. Die Ausstellung am Alexanderplatz ist seit der Eröffnung 2015 umstritten. Bereits für Montagmittag (9. Oktober) haben die Betreiber die Wiedereröffnung angekündigt.

Nach einem Gerichtsurteil waren sich Bezirk und Museum zuletzt uneinig, ob zehn Ganzkörperplastinate von anonymen Körperspendern weiter gezeigt werden dürfen. Aus dem Urteil ergibt sich, dass das Museum plastinierte Leichen zeigen darf, wenn es je eine "ausreichende Einwilligungserklärung" der Körperspender nachweisen kann. Bei den zehn älteren Plastinaten war das nicht der Fall.

Der Bezirk forderte, dass diese Exponate ganz aus der Schau entfernt oder zumindest verhüllt werden sollen, die Betreiber weigerten sich. Es geht um Körper in verschiedenen Posen, wie sie aus den ebenfalls umstrittenen "Körperwelten"-Ausstellungen bekannt sind. Daneben gibt es im Museum noch zahlreiche plastinierte Körperteile wie Organe - diese standen zuletzt aber nicht im Fokus.

Schon einmal wurde das Museum umgestaltet

Um der Schließung zu entgehen, hat das Museum nach eigenen Angaben einen Eilantrag ans Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gerichtet, dessen Entscheidung aber noch a...

Lesen Sie hier weiter!