Behörden: Mutmaßliche Dschihadisten töten rund zehn Zivilisten in Burkina Faso

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Soldatenpatrouille in Burkina Faso (AFP/OLYMPIA DE MAISMONT)

Mutmaßliche Dschihadisten haben im westafrikanischen Burkina Faso nach Angaben von Behörden- und Militärvertretern rund zehn Zivilisten getötet und offenbar vier weitere Menschen verschleppt. Die Zivilisten seien "hingerichtet" worden, nachdem bewaffnete Männer Bewohner von Dambam nahe der Grenze zum Niger angegriffen hätten, sagte ein Militärvertreter am Dienstag. Die Zivilisten waren demnach zum Zeitpunkt des Angriffs am Montag zu einem Markt unterwegs gewesen.

Bei den Angreifern habe es sich mutmaßlich um Mitglieder des örtlichen Ablegers der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gehandelt, sagte der Militärvertreter. Ein örtlicher Beamter sagte, die "Terroristen" hätten an der zu dem Markt führenden Straße einen Kontrollpunkt eingerichtet und alle passierenden Menschen abgefangen. Die meisten Opfer seien "auf feige Art und Weise ermordet worden", sagte ein weiterer örtlicher Beamter.

Den Angaben zufolge wurden Soldaten in das Gebiet entsandt, um für Sicherheit zu sorgen und nach den vier Vermissten zu suchen. Ende der vergangenen Woche hatten demnach bewaffnete Gruppen eine Reihe von Gemeinden in der nördlichen Sahelzone überfallen; es habe Plünderungen und Entführungen gegeben.

Der Angriff vom Montag ereignete sich auf einer Straße zwischen Dambam und Markoye. Letzterer Ort befindet sich nahe des Länderdreiecks von Burkina Faso, Mali und Niger.

In Burkina Faso, einem der ärmsten Länder der Welt, gibt es seit 2015 immer wieder dschihadistische Angriffe. Die meisten der Attacken ereignen sich in den nahe der Grenzen zu Mali und Niger gelegenen Regionen im Osten und Norden des Landes.

jep/dja

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