Beginn der Gespräche mit katalanischer Regionalregierung noch im Februar

Pedro Sánchez und Quim Torra in Barcelona

Die spanische Regierung will die Verhandlungen mit den katalanischen Unabhängigkeitsbefürwortern noch in diesem Monat beginnen. Ein erstes Treffen der "bilateralen Kommission" aus spanischer Zentralregierung und katalanischer Regionalregierung werde noch im Februar stattfinden, sagte Regierungschef Pedro Sánchez nach einem Treffen mit dem katalanischen Regionalpräsidenten Quim Torra am Donnerstag. "Wir müssen unseren Dialog wiederaufnehmen", sagte Sánchez. "Die Ergebnisse des vergangenen Jahrzehnts sind erbärmlich. Niemand hat gewonnen. Alle haben verloren."

Das Treffen von Sánchez und Torra in Barcelona sollte den Grundstein für die anstehenden Gespräche legen. Bei den Verhandlungen soll es um eine Lösung des Konflikts um die Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien gehen.

Sánchez hatte der katalanischen Unabhängigkeitspartei Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) die Verhandlungen im Gegenzug für deren Unterstützung bei seiner Wiederwahl zum Ministerpräsidenten Anfang Januar zugesagt. Durch ihre Enthaltung im spanischen Parlament hatte die ERC den Weg für Sánchez' Wahl freigemacht.

Regionalpräsident Torra hatte am Mittwoch vergangener Woche vorgezogene Neuwahlen in Katalonien ausgerufen. Hintergrund ist ein Bruch zwischen Torras Partei Junts per Catalunya (Zusammen für Katalonien) und der mit ihr verbündeten ERC. Einen Wahltermin nannte Torra nicht. Das Datum werde nach Verabschiedung des Haushalts bekanntgegeben, erklärte er. Dies dauert voraussichtlich noch rund zwei Monate.