Was bedeutet Freitag, der 13. wirklich – Glück oder Pech?

Ein Tag wie jeder andere oder 24 mysteriöse Stunden? (Bild: Getty Images)

Wenn der 13. auf einen Freitag fällt, dann setzt selbst bei vielen aufgeklärten und sonst rationalen Menschen plötzlich der Aberglaube ein. An vielen Orten wurde die Zahl 13 deshalb sogar aus dem öffentlichen Leben verbannt.

Schon mal von Paraskavedekatriaphobie gehört? So nennt man in der Fachsprache die lähmende Angst vor Freitag, dem 13. Und die kann einen gleich mehrmals jährlich einholen. Denn pro Jahr gibt es mindestens einen, höchstens aber drei Tage, an denen der 13. Tag eines Monats auf einen Freitag fällt. Wer an Paraskavedekatriaphobie leidet, verschiebt oft sämtliche Termine, sodass an einem Freitag, dem 13. keine wichtigen Aktivitäten anfallen.

In vielen Ländern gilt Freitag, der 13. als Unglückstag – so etwa in Deutschland und den USA. In anderen Regionen, beispielsweise in weiten Teilen Brasiliens oder auch vielen südeuropäischen Ländern, gilt dagegen Dienstag, der 13. als schwarzer Tag. In Italien fürchtet man sich zudem vor Freitag, dem 17. Deshalb gibt es in italienischen Hochhäusern oft keinen 17. Stock.

Unglückszahl? Die 13 fehlt jedenfalls oft in Sportmannschaften. (Bild: Getty Images)

Länder, in denen man der 13 negative Eigenschaften zuschreibt, verbannen hingegen diese Zahl oftmals aus der Öffentlichkeit. In Flugzeugen existiert meist keine 13. Sitzreihe, auf Kreuzfahrtschiffen kein 13. Deck. Besonders in den USA gibt es oft kein 13. Stockwerk – in entsprechenden Gebäuden folgt auf die 12. direkt die 14. Etage.

Der Aberglaube treibt aber auch hierzulande Blüten: In Deutschland haben zurzeit fünf Bundesliga-Klubs die Trikotnummer 13 nicht vergeben. Nicht nur im Fußball, auch in anderen Sportarten verzichten Vereine und Teams immer wieder darauf, einen Spieler oder eine Spielerin mit der Nummer 13 auszustatten.

Doch warum gilt ausgerechnet die 13 als Unglückszahl? Dafür gibt es mehrere Gründe: Im Christentum ist die 13 negativ belegt, weil Judas beim letzten Abendmahl mit Jesus als die 13. Person gilt. Im Märchen von Dornröschen ist es die 13. Fee, die das Unglück bringt.

Auch der Freitag gilt als Unglückstag. Im Jahr 1929 kam es am „Black Friday“ zum großen Börsencrash. Jesus wurde an einem Freitag gekreuzigt. An einem Freitag, dem 13. kommen somit zwei negativ besetzte Dinge zusammen. Ironisch: Bis in die 1930er Jahre galt der Freitag im Norden Deutschlands noch als Glückstag: Der Tag galt als besonders guter Termin zum Heiraten.