Becker-Anwalt nennt Details zum Insolvenzverfahren

Boris Becker war einst der beste Tennisspieler der Welt

Boris Beckers Anwalt Christian Oliver Moser hat Details zum laufenden Insolvenzverfahren gegen seinen Mandanten genannt.

"Die Bekanntmachung der Insolvenz in Heidelberg stellt kein eigenständiges Insolvenzverfahren in Deutschland dar, sondern dient in erster Linie der öffentlichen Klarstellung gegenüber Schuldnern unseres Mandanten, die Ihren Sitz in Deutschland haben", erklärte Moser bei SPORT1. Es sei die "rechtliche Folge des weiterhin in England laufenden Insolvenzverfahren, welches für die gesamte europäische Union gilt."

Becker in ganz Europa insolvent

Das Amtsgericht Heidelberg hatte nach der Bankrotterklärung Beckers durch ein Gericht in England ebenfalls ein Verfahren gegen den ehemaligen Tennis-Profi eingeleitet. Becker gilt demzufolge in der gesamten EU als insolvent.

Die von der Bild kolportierten 61 Millionen Euro Schulden wies Moser erneut als "schlicht nicht zutreffend" zurück. Sie beruhen auf "einseitigen und ungeprüften Angaben einzelner Gläubiger".

Anfang Juli musste Becker seine Schulden beim Insolvency Service offenlegen, nachdem ihn ein Londoner Gericht für Bankrott erklärt hatte. Die Wahrscheinlichkeit, dass Becker seine Schulden an die Gläubiger zurückzahlen kann und wird, schätzt Insolvency Service als "sehr gering" ein.

An diesem Wochenende nimmt Becker in Tschechien an einem Turnier der World Series of Poker teil. Das Turnier ist mit einer Siegprämie in Höhe von vier Millionen Euro dotiert.