Becker rechnet mit Zverevs Davis-Cup-Einsatz

Stefan Schnürle
Boris Becker ist der neue Head of Men's Tennis im Deutschen Tennis Bund

Boris Becker hat angekündigt, dass das deutsche Davis-Cup-Team in der ersten Runde in Bestbesetzung antreten wird.

Sollte keine Verletzung dazwischen kommen, wird damit auch Alexander "Sascha" Zverev bei dem kurz nach den Australian Open stattfindendem Auswärtsspiel in Australien Anfang Februar dabei sein. 

Das versprach der neue Head of Men's Tennis im Deutschen Tennis Bund bei einer Podiumsdiskussion in Ismaning bei München.

"Die positive News ist, dass alle Spieler – inklusive Sascha – in der ersten Runde spielen wollen. Es kann natürlich immer etwas passieren - aber die Bereitschaft ist da, das ist das Wichtigste", sagte Becker.

"Haben mit den Zverevs gesprochen"

Der Sportdirektor des Deutschen Tennis Bundes, Klaus Eberhard, bekräftigte die Aussage von Becker. 

"Wir haben von allen Seiten bisher die Bereitschaft gehört – zumindest mit den Zverevs haben wir gesprochen; also ich, Boris und Michael haben mit dem Vater gesprochen", sagte Eberhard.

Der Weltranglistenfünfte Alexander Zverev, dessen Bruder Mischa sowie Philipp Kohlschreiber hatten das gewonnene Davis-Cup-Abstiegsduell in Portugal allesamt abgesagt.

Becker nimmt Zverev in Schutz

Zverev hatte auf seine Teilnahme verzichtet, weil ihm sein Manager Patricio Apey mit Blick auf die noch anstehenden Aufgaben bis zum Saisonende dazu geraten hatte. 

Becker betonte aber, dass er diese Entscheidung nachvollziehen konnte - und auch Eberhard nahm das deutsche Riesentalent in Schutz.

"Im Grunde ist er immer bereit zu spielen. Es gibt manchmal Gründe, warum es nicht klappte. Er hat seine Zusagen bisher immer eingehalten – und wenn keine Verletzung dazwischen kommt, wird Sascha als deutsche Nummer 1 aufgestellt werden", sagte Eberhard.

Becker sieht sich erst am Anfang

Becker, der ehrenamtlich agiert, sieht sich selbst erst am Anfang seiner Arbeit.

"Ich möchte in den nächsten Wochen die deutschen Stützpunkte besuchen. Mein Job beginnt jetzt erst", sagte er und hob die Bedeutung der Leistungszentren für den Nachwuchs hervor. "Das ist enorm wichtig für die Spieler. Wir sind aber noch anders aufgestellt als zum Beispiel Spanien", sagte Becker.

Neben dem Bundesstützpunkt in Oberhaching bei München besitzt der DTB noch Zentren in Hannover, Stuttgart und Kamen.