Becker plädiert für Davis-Cup-Reform

Boris Becker ist beim DTB seit letzten August "Head of Men's Tennis"

Deutschlands Tennis-Ikone Boris Becker hat sich für eine moderate Reform des Davis Cups ausgesprochen.

"Er muss renoviert werden, braucht ein neues Make-up", sagte der Head of Men's Tennis des DTB in Valencia, verwies aber auch auf die lange und erfolgreiche Tradition des Mannschaftswettbewerbs: "Es hat seinen Grund, warum alle Topspieler irgendwann einmal den Davis Cup gewinnen wollen."

Vor allem Erlebnisse wie beim ab Freitag (ab 11.30 Uhr im LIVETICKER) anstehenden Viertelfinal-Duell zwischen Spanien und Deutschland machen für Becker den Reiz des Länder-Wettstreits aus.

"Ich finde es fantastisch, hier in einer Stierkampfarena zu spielen. Das kannst du mit Geld gar nicht wettmachen", sagte der 50-Jährige. "Das ist einmalig, und deswegen möchte ich diese Heim- und Auswärtsspiele nicht missen."

Damit wendet sich auch Becker gegen den umstrittenen radikalen Reformvorschlag des Tennis-Weltverbandes ITF.

Statt vier über das Jahr verteilte Spieltage will dieser ab 2019 einen sogenannten "World Cup of Tennis" mit den besten 18 Nationen austragen. Dieser soll an einem festen Ort innerhalb einer Woche im November ausgetragen werden. Bei der nächsten Mitgliederversammlung im August in Orlando/Florida braucht der Vorschlag eine Zweidrittelmehrheit.