Beauty-Weltweit: Glitzer liegt voll im Trend - sogar auf der Zunge

Vor Jahren sang Rihanna sich mit „Shine bright like a diamond“ in die Charts. Viele junge Frauen scheinen das Songzitat ernst genommen zu haben. Je düsterer die politische Weltlage zu werden scheint, desto mehr scheinen sich Menschen nach Regenbogenfarben zu sehnen. Für den aufheiternden Effekt setzt die Beauty-Industrie schon seit geraumer Zeit auf Glitzer. 

 

Glitzer ist auf allen Körperstellen angesagt. Besonders als außergewöhnliches Make-Up liegt es im Trend.

(Bild: Instagram/gogetglitter)

Einmal mit dem bunten Feenstaub in Berührung gekommen, ist der Nachteil, es nie wieder richtig loszuwerden. Denn wer kennt das nicht: Selbst nach Jahren finden sich Glitzerpartikel, zum Beispiel vom Karneval, auf Kleidungsstücken oder im Schrank. Das lässt vermuten, das der Glitzer-Hype womöglich noch etwas anhalten könnte.

Glitzer statt Kleidung

Diesen Sommer waren „glitter boobs“ und „glitter butts“ der Festival-Trend schlechthin. Dabei wird das Glitzer so kunstvoll auf die Körperstellen aufgetragen, dass die Illusion eines Kleidungsstücks entsteht. So können Festivalbesucher sich zeigen, wie Adam sie schuf, und sich gleichzeitig wohlfühlen.

Der “glitter butt” piekst womöglich beim Hinsetzen, sieht aber zum Anbeißen aus.

(Bild: Instagram/thegypsyshrine)

Für diesen Trend muss Frau wohlgeformte Brüste mitbringen, BH drunter tragen ist nicht.

(Bild: Instagram/thrillsoftomorrow)

Der letzte Schrei rund ums Thema Glitter heißt „glitter tongue“ – und ist eher für witzige Schnappschüsse auf Instagram geeignet als für den Alltag. Es sei denn, man wollte schon immer wissen, wie es sich anfühlt, Besitzer einer rauen Katzenzunge zu sein. Make-up-Artist Jacinta Vokuvic aus Melbourne startete den Trend rein zufällig: „Ich habe diesen Lippen-Look kreiert und habe dabei Glitzer auf meine Zunge bekommen“, schreibt die Stylistin auf Instagram. „Also dachte ich, ich sollte das zum Mittelpunkt machen.“

Sieht hübsch aus, ist vermutlich aber eher unappetitlich: Die “glitter tongue”

(Bild: Instagram/christinajoy1)

Wer es dezenter mag, kann “glitter strobing” ausprobieren. Dieser Trend kombiniert das Strobing, bei dem Körperpartien wie die Wangenknochen mit einem Highlighter hervorgehoben werden, mit einer Portion Glitzerstaub.

Hebt die Wangenknochen hervor und lässt das Gesicht strahlen: Der Make-Up-Trend “glitter strobing”

(Bild: Instagram/portal.damulher)

Glitzer statt Gehirn

Doch auch unsichtbare Körperteile können mit dem Glitter „aufgepimpt“ werden. Und hier wird der Trend gefährlich. Die amerikanische Firma Pretty Woman Inc. vertreibt Glitzer-Kapseln, sogenannten „Passion Dust“, die Frau sich eine Stunde vor dem Sex in die Vagina einführen kann. Einmal aufgelöst, vermischt sich das Glitzer mit dem Ausfluss und soll für einen “bunten” Orgasmus sorgen. Gynäkologen warnen vor den Kapseln, auch wenn sie laut Hersteller unbedenklich sein sollen. Scheint, als wäre der Glitzer-Hype einigen Mädels tatsächlich zu Kopf gestiegen.

Glitzer-Kapseln für die Vagina können gefährlich sein für die Scheidenflora und sollten gemieden werden.

(Bild: Instagram/bitchmoney_spam)

Body-Paintings aus Glitzer

Die Londoner Firma Gogetglitter setzt auf das Prinzip: „Wenn dein Leben dich nervt, streu Glitzer drüber!“ Für Events werden Kunden mit glitzernden Bodypaintings verschönert und buchstäblich in Glitzer getränkt.

Sind fast zu schön um von dieser Welt zu sein: Die Body-Paintings von Gogetglitter.

(Bild: Instagram/gogetglitter)

Glitzerhosen von Gogetglitter sehen täuschend echt aus

(Bild: Instagram/gogetglitter)

Glitzerbart für den Mann

Auch vor Männern macht der Trend keinen Halt. Die schwulen Freunde Johnathan Dahl und Brian Delaurenti begründeten mit ihrem Instagram-Account „The Gay Beards“ unter anderem den Glitzerbarttrend und bewiesen, dass Glitter auch an Männer hübsch aussehen kann.

Das Glitzer auch männlich sein kann beweisen “The Gay Beards” auf ihrem Instagram-Account.

(Bild: Instagram/thegaybeards)

Bleibt nur noch die Frage: Wie kriege ich das wieder ab? Für den Körper empfiehlt es sich in Öl getränkte Wattepads zu benutzen. Glitzer aus Haaren zu entfernen ist dagegen schon schwieriger. Ein mit Haarspray besprühtes Küchenpapier, entfernt die gröbste Schicht, wenn man es aufdrückt. Danach den Haaransatz am besten mit Öl massieren, bis in die Spitzen einarbeiten, einwirken lassen und sorgfältig mit Shampoo ausspülen.

(Bilder: Instagram)