Beauty-Verbot: Mann darf auf Arbeit kein Make-up tragen

Scott Laplanche darf nur noch ohne Make-up auf Arbeit erscheinen. (Bild: Facebook / Scott Ayton-Laplanche)

Dass Männer Make-up tragen, ist heutzutage nichts Ungewöhnliches mehr. Concealer, Mascara und sogar Lipgloss sind gängige Beauty-Produkte, die immer wieder auch von Männern genutzt werden. Umso mehr verwundert die Nachricht, dass eine britische Vorgesetzte nun einen Angestellten bat, künftig nur noch ohne Make-up auf Arbeit zu erscheinen.

Scott Laplanche liebt Beautyprodukte. Der 20-Jährige Brite hebt gern die Vorzüge seines Gesichts hervor, verschönert Augenbrauen, Wimpern, Wangen und Lippen mit Make-up. Doch sein Arbeitgeber, „Currys PC World“, ein Elektronikwarenhändler, sah das gar nicht gern und bat ihn, sein Make-up zu entfernen.

Wütend widersprach Scott seiner Chefin und berichtete von dem Vorfall auf seinem Facebook-Account. Der Post wurde mittlerweile bereits über 19.000 Mal gelikt.

Er schreibt: „Viele meiner weiblichen Kolleginnen tragen Make-up, also tue ich das auch. Ich werde mein Make-up natürlich nicht entfernen, solange all meine anderen (weiblichen) Kolleginnen weiterhin als die fabelhaften Menschen zur Arbeit kommen können, die sie sind.“

Weiter heißt es: „Ich könnte es verstehen, wenn meine Haare hellrot gefärbt wären, ich könnte es verstehen, wenn ich hellblauen Eyeliner tragen würde, ich könnte es verstehen, wenn ich mit hellgrünem Lippenstift zur Arbeit käme.“

Im Interview mit der „Daily Mail“ beschreibt Laplanche das Gespräch mit seiner Vorgesetzten: „Ich erklärte ihr, dass ich es als Diskriminierung empfand, dass meine Kolleginnen Make-up tragen dürfen und ich dafür gerügt wurde.“

Nachdem Scott bekannt machte, dass er nicht aufhören würde, sich zu schminken, reagierte nun ein Sprecher der Ladenkette „Currys PC World“: „Es handelt sich um ein Missverständnis auf Geschäftsebene, das nun intern geregelt wurde. Scott ist stolz auf sein Aussehen und ‚Currys PC World’ ist stolz auf seine vielfältige Belegschaft.“