Beatrix von Storch: Angela Merkel lässt Menschen erschießen

Ganz schön harte Vorwürfe von Frau von Storch (Bild: ddpimages)

Im Interview mit der “Augsburger Allgemeinen“ attackiert AfD-Frau Beatrix von Storch Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin trage die Verantwortung dafür, dass Menschen an der Grenze erschossen würden und für das, was nach der Ehe für alle unweigerlich kommen wird.

Den Begriff Lügenpresse mag die stellvertretende Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD) nicht. Sie bevorzugt “Lückenpresse“. “Der schlimmste Teil von Fake News ist der Teil, der nicht berichtet wird“, sagt die 46-Jährige im Interview mit der “Augsburger Allgemeinen“. Ihr Beispiel? “Dass nicht darüber berichtet wird, dass die einzige, die wirklich Menschen an der Grenze erschießen lässt, Frau Merkel ist.”

Was dann doch einer Erklärung bedarf. “Ja, sie hat unseren Grenzschutz ausdrücklich an Herrn Erdogan übertragen, der die türkisch-syrische Grenze schützen soll, weil wir unsere Grenzen ja angeblich nicht schützen können – es sei denn, es ist G20-Gipfel. Und an dieser türkisch-syrischen Grenze wurden Selbstschussanlagen aufgebaut, dort werden Menschen getötet. Über die Toten dort hören wir nichts. Aber das geschieht im Auftrag von Frau Merkel.“

Angela Merkel muss einiges über sich ergehen lassen (Bild: AP)

Die Lage im Land ist schuld am AfD-Ton

Mit ihrer Meinung hält die AfD-Frau selten hinter dem Berg, ihren Twitter-Account füttert sie regelmäßig mit rüden Anschuldigungen und in Gänsefüßchen gesetzte Anspielungen. Ob der raue Umgangston und das ständige Provozieren in den sozialen Netzwerken nicht nur schwer erträglich seien, will der Journalist wissen.

“Der Umgangston ist rau und manchmal schwer erträglich, ja.“ Ursache dafür sei aber “die Lage im Land, also die Politik der Regierung und nicht ständiges Provozieren, mit dem Sie quasi mich oder uns dafür verantwortlich machen wollen.“ Zudem sei ein Umgangston von der Meinungsfreiheit gedeckt und berechtige nicht zur Zensur, wie Justizminister Heiko Maas das jetzt plane. “Alles andere ist doch Nordkorea.“

Ehe für alle ist nur der Anfang

Angesprochen auf die Ehe für alle ist für von Storch klar, was die Bundeskanzlerin damit bewiesen habe: “Dass ihr das eigene Wahlprogramm egal ist und dass sie für alles zu haben ist.“ Dass AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel in einer lesbischen Beziehung zwei Kinder groß zieht, sieht sie nicht als widersprüchlich an. “Sie trägt unser Programm voll mit – anders als zum Beispiel Frau Merkel das Programm der CDU.“

Die Ehe für alle sei ein “Dammbruch“. “Es ist doch logisch, was jetzt kommt: Jetzt gibt es auch kein Argument mehr dagegen, dass auch eine Ehe zu dritt möglich wird. Warten Sie mal ab. Der Prozess geht nun weiter. Es wird jetzt weiter Lobby gemacht. Und irgendwann wird es heißen: Warum eigentlich nicht?“ Dass praktisch niemand eine Ehe zu dritt fordert, wird bei so viel Empörung zur Nebensache.

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