"Beastmode" provoziert mit irrer Tanzeinlage

Marshawn Lynch feierte den Sieg der Oakland Raiders über die New York Jets ausgiebig

Die "Beastmode"-Highlights im Video:


Marshawn Lynch ist endgültig zurück: Gegen die New York Jets gelang "Beastmode" sein erster Touchdown im Trikot der Oakland Raiders nach seinem Rücktritt vom Rücktritt.

Der 31-Jährige punktete dabei in gewohnter Manier: Drei Yards vor der Endzone warf sich der Runningback ins Getümmel und konnte von keinem Verteidiger mehr rechtzeitig gestoppt werden.

Schon vor dem 75. Touchdown in seiner NFL-Karriere stellte Lynch unter Beweis, dass er in seinem Jahr Pause nichts verlernt hat. Insgesamt zwölf Mal trug "Beastmode" beim ungefährdeten 45:20-Erfolg über die New York Jets das Ei nach vorne und schaffte dabei 45 Yards Raumgewinn.

Sportlich knüpfte der Star-Runningback also nahtlos an seine Leistungen bei den Seattle Seahawks an, für die er von 2010 bis 2015 eine NFL-Defense nach der nächsten aufmischte.


Erster Auftritt in Heimatstadt

Aber auch neben dem Platz macht Lynch seinem Ruf als Enfant terrible der Liga schon wieder alle Ehre: Im ersten Saisonspiel gegen die Tennessee Titants leistete er sich einen Mittelfinger-Eklat, den die NFL mit einer empfindlichen Geldstrafe sanktionierte.

Nach seinem Touchdown gegen die Jets provozierte "Beastmode" den Gegner nun mit einer irren Tanz-Einlage an der Seitenlinie.

13 Minuten vor dem Ende war der Sieg der Raiders beim Stand von 35:13 schon in trockenen Tüchern. Lynch nahm die Machtdemonstation zum Anlass für ein ausgiebiges Tänzchen.

"Es war demütigend"

Das Heim-Publikum feierte ihren Liebling bei seinem ersten Auftritt in seiner Heimatstadt lautstark, die Jets waren bedient: "Das ging mir richtig auf die Nerven. Als ich es gesehen habe, wurde ich unglaublich wütend. Ich bin ein Typ alter Schule und sehe es nicht gerne, wenn so etwas passiert. Es war demütigend, so zu verlieren und Marshawn dann auch noch so tanzen zu sehen", zeterte Linebacker Jordan Jenkins.

"Er ist ein großartiger Spieler, aber nach dieser Einlage sollte das ganze Team wütend werden und wir sollten nächsten Sonntag die richtige Antwort darauf liefern."

Auch Jenkins' Teamkollegen Steve McLendon und Darron Lee waren nicht amüsiert: "Es hat uns aufgeregt, weil es den Anschein machte, dass er uns die Niederlage unter die Nase reiben will", sagte Nose Tackle McLendon. Lee fügte hinzu: "Als Wettkämpfer, als Verteidiger willst du so etwas nicht sehen. Das ist demoralisierend."

Respekt für Lynch' Comeback

Trotz allen Ärgers zollten die unterlegenen Jets Lynch' Comeback aber auch Respekt: "Wenn man so auftritt, wenn man ein Team so schlägt, wie sie uns heute geschlagen haben, musst du auch feiern", sagte Jenkins.

"Man muss Niederlagen wie ein Mann nehmen. Das ist Football. Er kämpft. Er hat sich alles verdient, was er heute gezeigt hat. Das werde ich ihm nicht absprechen, auch wenn ich natürlich sauer bin, dass er so rum springt. Aber das ist Sport, das ist kein unsportliches Verhalten."