Beachvolleyball: "Die Entscheidungen sind für den Einzelnen brutal"

Julius Brink mit Ehefrau Verena Brink

Hamburg.  Olympiasieger Julius Brink (35) steht dem Beachvolleyball trotz Karriereende immer noch nah, weil er bei fast jedem Turnier als TV-Experte im Einsatz ist. Vor dem Saisonfinale, den Deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand an diesem Wochenende, sprach er mit Morgenpost-Redakteur Rainer Grünberg.

Der deutsche Beachvolleyball wartet auf die Nachfolger von Jonas Reckermann und Ihnen.

Julius Brink: Ich auch. Wir haben aber mit Julius Thole, mit Clemens Wickler und dem Berliner Nils Ehlers derzeit herausragende Talente, die jedoch noch einige Zeit brauchen werden, um in der Weltspitze anzukommen.

Davon sind die deutschen Männer derzeit weit entfernt.

Wir durchschreiten momentan eine Talsohle, wie sie im Spitzensport auch aufgrund demografischer Entwicklungen vorkommt. Dazu mögen sich Fehlplanungen und Fehleinschätzungen gesellt haben. Die Generation vorher, das waren ja nicht nur Jonas und ich, auch zwei, drei andere Paare, die über Jahre auf Topniveau spielten, hat aus unterschiedlichen Gründen ihre Karrieren früher beendet als erwartet. Darauf war der Verband (DVV) offenbar nicht vorbereitet.

Es musste etwas passieren

Und hat jetzt auf die Misserfolge mit der Zentralisierung der Nationalteams am neuen Bundesstützpunkt in Hamburg reagiert. Nicht allen Spielern gefällt das.

Wie soll der Verband denn reagieren, wenn sich der Erfolg nicht einstellt, wenn es 2016 mit Böckermann/Flüggen erstmals nur ein Männerteam zu Olympia schafft. Wenn vorher alles perfekt war, warum sind Erfolge a...

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