BDI: Stimmung im industriellen Mittelstand "euphorisch"

Stimmung im industriellen Mittelstand "euphorisch"

Die Stimmung in den Firmen des industriellen Mittelstands ist so gut wie lange nicht. In einer Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) unter gut 400 Unternehmen stuften 58 Prozent der Befragten ihre derzeitige wirtschaftliche Lage als gut oder sehr gut ein. Für das kommende Jahr rechnen zudem 52 Prozent der Firmen mit einer guten bis sehr guten Geschäftslage.

Der BDI sprach am Donnerstag von einer "euphorischen" Stimmung: So gut sei sie seit dem Beginn der Erhebung 2005 nicht gewesen. Angetrieben wird die gute Entwicklung demnach durch die Binnenkonjunktur. So sehen 44 Prozent der Mittelständler die Inlandsumsätze steigen, 27 Prozent der Befragten erwarten einen Anstieg.

Cybersicherheit, der Fachkräftemangel im Inland und nationalistische Strömungen im Ausland trüben die Stimmung jedoch, wie der Industrieverband weiter mitteilte. So fürchten jeweils 35 Prozent der Befragten negative Auswirkungen durch die protektionistische Rhetorik der US-Regierung sowie durch den EU-Austritt Großbritanniens. Nationalistische Strömungen in den EU-Ländern betrachten 42 Prozent der befragten Unternehmer als Risiko für ihr Geschäft.

Gut ein Drittel der Befragten sieht zudem die Cyber- und Datensicherheit als größte Herausforderung der Digitalisierung. Vor diesem Hintergrund bezeichnete es der Verband als "besorgniserregend", dass gerade einmal 35 Prozent der befragten Firmen die Digitalisierung an sich als Chance betrachten.