BBL-Boss kann Geisterspiele nachvollziehen

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BBL-Boss kann Geisterspiele nachvollziehen
BBL-Boss kann Geisterspiele nachvollziehen

Stefan Holz, Geschäftsführer der Basketball Bundesliga (BBL), zeigt Verständnis für die Anordnung von Geisterspielen im Sachsen. „Wir verstehen das logischerweise. Wir leben ja auch nicht auf einer Insel“, sagte Holz dem SID.

Wegen der hohen Coronazahlen sind im Bundesland seit Montag keine Zuschauer mehr bei Sportveranstaltungen zugelassen. Die Entscheidung hat in der BBL nur Auswirkungen auf die Niners Chemnitz. Das nächste Heimspiel gegen die Jobstairs Giessen 46ers am 11. Dezember findet auf jeden Fall ohne Fans statt.

Holz hatte zuletzt betont, dass Geisterspiele "nicht verhandelbar" seien. Nun muss der Ligaboss aber doch damit leben. "Es wäre fatal, wenn das wieder flächendeckend käme", sagte Holz. Aber es sei letzte Woche eben "alles schon wieder rasend schnell" gegangen. "Die Zahlen steigen."

„Es ist kein Wunschkonzert“

Am Dienstag wird Bayern voraussichtlich entscheiden, die Zuschauerkapazität bei Sportveranstaltungen auf 25 Prozent zu beschränken. "Wenn das jetzt temporär so ist, dann ist es halt so", sagte Holz: "Es ist kein Wunschkonzert, wir können uns ja auch nicht abkoppeln."

Durch die Bestimmungen gebe es natürlich "unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen" für die Klubs, so Holz, "wirtschaftlich und von der Stimmung". Die Bezeichnung Wettbewerbsverzerrung sei ihm aber "zu dramatisch".

Die Aussetzung des Abstiegs wegen der besseren finanziellen Planbarkeit komme für die BBL nicht infrage. „Das Thema kommt jedesmal aus der Kiste“, sagte Holz: „Wir wollen doch mal die Kirche im Dorf lassen.“ Er habe für so einen Schritt bislang „keinen Grund gesehen“.

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