Bayerns Hummels über Elfmeter für Leipzig: "Königin der Konzessionsentscheidung"

Nach dem Elfmeterdrama nimmt Mats Hummels kein Blatt vor den Mund. Der Strafstoß für die Leipziger sei die "Königin der Konzessionsentscheidung".

Nach dem Elfmeterdrama nimmt Mats Hummels kein Blatt vor den Mund und hat Schiedsrichter Felix Zwayer kritisiert. Dem Verteidiger vom FC Bayern zufolge hat der Unparteiische den Elfmeter für Leipzig nur gegeben, weil er im Zweikampf zwischen Emil Forsberg und Arturo Vidal zuvor  nicht auf den Punkt zeigte. 

"Der Elfmeter [für Poulsen] war aus meiner Sicht die Königin der Konzessionsentscheidung, das habe ich dem Schiedsrichter auch so gesagt", sagte Hummels nach der Partie bei Sky. Zwayers Reaktion darauf habe so ausgesehen: "Er hat gelächelt. Er wusste, dass er jetzt mal einen geben muss für Leipzig."

Zwayer hatte in der 34. Minute nach einem Zweikampf zwischen Vidal und Forsberg erst auf Elfmeter entschieden, nach Absprache mit dem Assistenten dann aber doch Freistoß gegeben. "Manche sagen, [Forsberg] war außerhalb, manche innerhalb", analysierte Hummels.

Leipzigs Trainer Rangnick wollte dem Referee in der Halbzeit die Szene auf dem Handy vorspielen und lieferte sich dabei ein Wortgefecht mit Hummels. "Das geht nicht mit dem Handy", habe er Rangnick gesagt. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das erlaubt oder gewollt ist. Ich habe ihm gesagt, dass er das nicht nötig hat. Es kann ein Elfer sein, aber er kann das nicht ändern, das ist unsportlich. Das habe ich ihm relativ sachlich gesagt.

Thiago köpft den Ausgleich

In der 67. Minute gab Zwayer dann tatsächlich Elfmeter, als Poulsen im Zweikampf mit Jerome Boateng zu Boden ging. Forsberg verwandelte zur Leipziger Führung, ehe Thiago per Kopf der Ausgleich erzielte (73.). 

Da in der Folge keinem Team mehr ein Treffer gelang, wurde die Partie im Elfmeterschießen zu Gunsten der Bayern entschieden.