BayernLB toppt Helaba, LBBW mit halber Milliarde Euro Gewinn

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(Bloomberg) -- Die BayernLB folgt den anderen großen Landesbanken mit deutlich besseren Zahlen für das erste Halbjahr und stellt die Schwesterinstitute dabei in den Schatten.

Der Vorsteuergewinn der BayernLB verdreifachte sich auf 485 Millionen Euro im Vergleich zu 158 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, erklärte die Bank am Donnerstag. Dahinter standen unter anderem ein deutlicher Anstieg des Zinsüberschusses und die Auflösung von Risikovorsorge.

Bei der Helaba war der Vorsteuergewinn in den ersten sechs Monaten 2021 auf 293 Millionen Euro gestiegen, verglichen mit einem Verlust von 274 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die LBBW schaffte 428 Millionen Euro, nach rund 100 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

„Wir sind zufrieden mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr, alle Kundensegmente der BayernLB haben ihr Ergebnis deutlich gesteigert“, sagte Vorstandschef Stephan Winkelmeier.

Der Zinsüberschuss kletterte auf knapp über 1 Milliarde Euro. Zur Begründung verwies die BayernLB auf Neugeschäfte und die Teilnahme an EZB-Tendern. Auch das Provisionsergebnis legte zu. Zugleich entlastete die Auflösung von Risikovorsorge in Höhe von netto 44 Millionen Euro die Halbjahreszahlen.

Stellen in Kernbank gestrichen

Fortschritte machte die BayernLB bei der Streichung von Jobs. Rund 55% des geplanten Personalabbaus in der Kernbank seien “vertraglich fixiert oder kurz vor dem Abschluss”, hieß es in einer Präsentation zu den Halbjahreszahlen. Früheren Angaben zufolge sollen insgesamt rund 900 Stellen wegfallen.

Angesichts der guten Zahlen hob die BayernLB ihre bisherige Jahresprognose an und rechnet für das Gesamtjahr 2021 nun mit einem Vorsteuerergebnis in Höhe von 500 Millionen Euro bis 700 Millionen Euro. Im März hatte das Institut bestenfalls 400 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Nach fast einer halben Milliarde Euro im ersten Halbjahr wirkt die neue Prognose konservativ. Finanzchef Markus Wiegelmann begründete dies im Bloomberg-Interview wie folgt: “Zum einen ist das zweite Halbjahr oftmals von höherer Risikovorsorge geprägt. Zum anderen fällt natürlich der hohe positive Sondereffekt aus den EZB-Tendern weg.”

Für Aufsehen hatte zuletzt die Entscheidung der BayernLB gesorgt, die Deutsche Kreditbank AG in die Einlagensicherung der privaten Banken einzugliedern. Das löste Spekulationen aus, die Weichen für einen Verkauf der Tochter würden gestellt. Die Landesbank betonte am Donnerstag jedoch, die DKB sei “integraler Bestandteil des BayernLB-Konzerns”.

Patronatserklärung gekündigt

Zugleich gab die BayernLB bekannt, dass sie die Patronatserklärung für die DKB gekündigt hat. Laut Wiegelmann sei dies erfolgt, damit die BayernLB für die Einlagen der DKB künftig nicht in zwei Sicherungssysteme einzahlen muss. Bei einer Patronatserklärung würde die BayernLB Beiträge für die Einlagen der DKB in die Institutssicherung der Sparkassen-Organisation einzahlen, während die DKB selbst Beiträge in die Einlagensicherung der privaten Banken überweist.

Ferner ist beabsichtigt, den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der BayernLB und der DKB zu beenden.

Im Gegenzug will die BayernLB die DKB mit zusätzlichem Kapital “in substantieller Größenordnung” ausstatten, damit die DKB auch ohne Patronat weiterhin über eine marktübliche Kapitalausstattung verfüge.

„Der Gang der DKB in die Einlagensicherung der Privatbanken wird für die BayernLB aus betriebswirtschaftlichen Gründen wohl Sinn machen, sonst würde es der BayernLB-Vorstand seinen Gremien vermutlich nicht vorschlagen”, hatte Sparkassen-Bundesobmann Walter Strohmaier, der auch im Aufsichtsrat der BayernLB sitzt, vor kurzem in einem Bloomberg-Interview gesagt. „Es ist gut, dass die BayernLB in der Lage ist, eine Strategie umzusetzen, die ihr mehrere Optionen offen lässt“.

(Ergänzt mit Aussagen vom CFO ab 8. Absatz)

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