BayernLB hält an DKB fest - plant Rückbau im Kapitalmarktbereich

Stephan Kahl

(Bloomberg) -- Bei der BayernLB werden die Grundrisse der künftigen Ausrichtung immer sichtbarer.

Wachstumschancen sieht das Unternehmen unter anderem im Geschäft mit gewerblichen Immobilien und bei der Direktbank-Tochter DKB, die auch im Firmenkundengeschäft aktiv ist. Das machte Finanzvorstand Markus Wiegelmann am Donnerstag in einem Interview mit Bloomberg deutlich.

”Die DKB ist weiterhin ein integraler Bestandteil der BayernLB”, erklärte er. Damit zertreute er auch Spekulationen, die Tochter werde im Rahmen der laufenden Strategie-Prüfung zum Verkauf gestellt.

In anderen Bereichen will die Bank ihre Aktivitäten hingegen straffen. “Wir werden uns im Kapitalmarktgeschäft stärker fokussieren”, hatte Vorstandschef Stephan Winkelmeier zuvor am Donnerstag in einer Mitteilung erklärt.

Letzterer Schritt hatte sich bereits im Frühjahr abgezeichnet, als bekannt wurde, dass der für das Kapitalmarktgeschäft verantwortliche Vorstand Ralf Woitschig ausscheiden wird. Später erklärte die Bank, sie verschmelze ihr Kapitalmarktgeschäft und die Firmenkundeneinheiten.

Wie wichtig die DKB für die BayernLB ist, lässt sich an den Zahlen für die ersten neun Monate ablesen. Demzufolge stand die Sparte hinter rund der Hälfte des Vorsteuergewinns. Dieser lag bei 433 Millionen Euro und damit etwa ein Drittel unter dem Vorjahreswert.

Ihre Prognose ließ die BayernLB unverändert. “Wir sehen weiterhin einen Jahresgewinn vor Steuern in der Spanne von 400 bis 600 Millionen Euro. Wir streben aber nicht an, an das obere Ende zu kommen”, sagte Wiegelmann.

Die Überprüfung der eigenen Strategie hatte die Bank im Frühjahr angekündigt. Kurz zuvor war Winkelmeier als neuer Vorstandschef bestellt worden. Den Job trat er im Juli an. Von 2011 bis 2014 war er bereits Finanzvorstand bei der Bank und seit 2017 Aufsichtsrat gewesen.

(Ergänzt um Interview mit CFO im gesamten Text)

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