Bayern-Ultras boykottieren Anderlecht-Spiel

Die Ultras des FC Bayern verabschieden Philipp Lahm

Die Ultras des FC Bayern setzen ein Zeichen gegen überhöhte Ticketpreise. Wie die Gruppierung "Schickeria" auf ihrer Onlineseite suedkurvenbladdl.org vermeldet, wird ein Teil der der Anhänger nicht mit zum letzten Grupopenspiel beim RSC Anderlecht am 22. November reisen.   

"Ein Kartenpreis von 100€ für ein Vorrundenspiel ist für uns eine Unverschämtheit", begründete die Gruppe ihren Boykott und verweist auf den allgemeinen Trend, Gästefans immer öfter mit höheren Preisen zu konfrontieren.  Weiter heißt es: "Es wollen so viele Mitglieder unserer Gruppe diesen Preis nicht zahlen und dort nicht ins Stadion gehen, dass wir nicht unser normales Programm abspulen können und wollen. Wir konnten und wollten auch nicht wieder eine Protestaktion wie gegen Arsenal oder Paris machen, hoffen aber trotzdem, mit unserem Nicht-Auftreten nochmal eine Diskussion anzustoßen, eine Lösung für sozialverträgliche Eintrittspreise bei Europacupspielen anzustoßen."


Bayern wollen Teil des Ticketspreises übernehmen 

Dabei hatten sich die Bayern führ ihre Fans etwas ganz besonderes ausgedacht. Nach der erfolgreichen Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League will der Rekordmeister einen Teil des Ticketpreises für das letzte Auswärtsspiel iin Anderlecht  übernehmen. So wird ein Teil der insgesamt 1.025 Karten subventioniert. Vom belgischen Meister erhielten die Bayern 173 Tickets zu 70 Euro und 852 Karten zu 100 Euro. Der Klub entschied nun, seinen Fans sämtliche Eintrittskarten für 70 Euro zu verkaufen. Das macht gut 25.000 Euro aus.

Fans können sich bis zum 10. November für diese Tickets bewerben, anschließend wird gelost.

Schickeria begrüßt Bayern-Aktion 

Die Ultras zeigen sich von der Aktion des ihres Klubs zwar angetan, annehmen werden sie diese aber nicht. "Dass der FC Bayern die Karten für die Bayerfans subventioniert, so dass bei Euch und uns am Ende nur 70€ abgebucht werden, ist löblich, ändert aber nichts am allgemeinen Trend, Gästefans immer öfter mit übertriebenen Preisen zu konfrontieren, den Anderlecht mit 100 € pro Karte nun auf die Spitze getrieben hat", begründeten die Ultras ihren Boykott.