Bayern-Trainer Ancelotti: "Nicht einfach, neue Spieler zu integrieren"

Ancelottis Biograph ist überzeugt, dass der Italiener den Verein nicht verlassen möchte und greift Mario Basler für dessen China-Gerücht heftig an.

Am Rande der Eröffnung des neuen Bayern-Campus hat Trainer Carlo Ancelotti sehr warme Worte für die neue Einrichtung gefunden - und sieht sie ebenfalls als gute Antwort auf die Preisexplosionen auf dem Transfermarkt. Gleichzeitig fand er aber auch warnende Worte

Ancelotti stimmte dabei zunächst Uli Hoeneß zu, der die neue Nachwuchs-Akademie mit Blick auf den 222-Millionen-Transfer von Neymar als Antwort auf derartige Preis-Ausartungen bezeichnet hatte. "Es stimmt, die Akademie ist eine gute Antwort darauf. Das Ziel der Akademie ist es, Spieler von hier in die erste Mannschaft zu bringen, eigene Profis auszubilden", erklärte Ancelotti im Gespräch mit der Bild.

Gleichzeitig gab der Italiener allerdings auch zu: "Es gibt bei den unter 18-Jährigen zwei oder drei Top-Talente. Aber bei den Top-Teams in Europa ist es nun mal nicht so einfach, neue Spieler zu integrieren. Es ist schwierig, ihnen Zeit zu geben und gleichzeitig die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Ein junger Spieler, der für Bayern spielt, muss wirklich ein Top-Talent sein. Es ist auch bei Klubs wie Real oder Barcelona schwer, den Talenten Minuten zu geben, damit sie wachsen können."

FC Bayern Campus: Ein Gegenmodell zum Wahnsinn

Trotzdem haben Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge den Anspruch, dass mehr im Klub ausgebildete Spieler den Sprung zu den Profis schaffen. Das weiß auch Ancelotti: "Natürlich, sie haben mir sehr gut und deutlich die Strategie erklärt. Und ich versuche ja auch, Spieler aus der Jugend einzubinden. Wir haben jeden Tag im Training Talente dabei. Aber der Schritt danach ist eben nicht so einfach. Man braucht Zeit."

Allerdings gebe es "einige Spieler, die hier eine Zukunft haben können. Christian Früchtl, Marco Friedl, Felix Götze, Lukas Mai oder Timothy Tillman haben im Audi Cup mitgespielt. Gerade in der U19 gibt es mit Franck Evina, Mai oder Marcel Zylla sehr gute Spieler. Aber in dem Alter weiß man auch nie, wie sie sich entwickeln."