Kleber wechselt zu Nowitzki: "Kindheitstraum wird wahr"

Maxi Kleber spielte in den vergangenen beiden Jahren in München

Maximilian Kleber stand mit funkelnden Augen vor der Skyline von Dallas und hatte Großes zu verkünden.

"Mein Kindheitstraum geht in Erfüllung", sagte der 25 Jahre alte Basketball-Nationalspieler, nachdem er einen Zweijahresvertrag bei den Dallas Mavericks unterschrieben hatte - Kleber darf künftig beim großen Dirk Nowitzki in der NBA in die Lehre gehen.

Bei Klebers Vertrag soll es sich laut ESPN um einen Minimum-Deal handeln, im Höchstfall verdient er 815.615 Dollar.

19 Jahre nachdem das Wunderkind Nowitzki seine einzigartige Karriere in der stärksten Liga der Welt startete, macht sich mit dem 14 Jahre jüngeren Kleber nun der nächste Würzburger auf in die USA.

Nowitzki sei der "wohl beste Mentor, den man sich vorstellen kann", sagte Kleber in einer Videobotschaft, die sein bisheriger Klub Bayern München veröffentlichte.


Kleber der nächste Deutsche in der NBA

Der hochveranlagte 2,07 Meter große Flügelspieler ist damit der vierte Deutsche mit einem NBA-Vertrag neben dem 13-maligen Allstar Nowitzki, Dennis Schröder (Atlanta Hawks) und Paul Zipser (Chicago Bulls), der den FC Bayern vor einem Jahr Richtung Nordamerika verlassen hatte.

Zudem steht Daniel Theis vor der Unterschrift bei Rekordmeister Boston Celtics, Youngster Isaiah Hartenstein kämpft bei den Houston Rockets in der Summer League um eine Chance.


Zwischen EM und Kampf um Platz bei Mavs

Während Nowitzki bei Dallas in seine 20. Saison geht, muss sich Kleber erst noch für einen Kaderplatz empfehlen.

In München gehörte er in der vergangenen Spielzeit zu den Leistungsträgern. Kleber erzielte neun Punkte im Schnitt und sicherte sich fünf Rebounds.


Seine Quoten brachten ihm die Auszeichnung als effektivster deutscher BBL-Profi ein sowie eine Nominierung von Bundestrainer Chris Fleming ins 17-köpfige Aufgebot für die Vorbereitung auf die EM (31. August bis 17. September).

Kleber hinterlässt Lücke beim FC Bayern

Bei den Bayern hinterlässt Kleber eine Lücke. "Uns fällt es natürlich schwer, ein so großes Talent und einen Publikumsfavoriten wie Maxi ziehen lassen zu müssen", sagte Geschäftsführer Marko Pesic.

Allerdings empfinde der Klub auch ein wenig Stolz, dass ein Jahr nach dem Abschied von Zipser erneut ein deutscher Spieler des Vereins den Sprung ins Basketball-Wunderland schafft. 

Die Münchner dürfen sich wohl zudem über eine siebenstellige Ablösesumme freuen.

Reichlich Parallelen zu Nowitzki

In der NBA könnte Kleber als Ersatzmann für Nowitzki zum Einsatz kommen - die Spielweise der beiden Deutschen ähnelt sich.

"Ich bin aus Würzburg, relativ groß und werfe gerne. Von daher kommen die Vergleiche zwangsläufig", hat er einmal gesagt. Nach der Ankunft in Dallas dürfte dieses Thema ganz neue Dimensionen annehmen.