Bayern sieht Rechtsanspruch auf Homeoffice als 'falschen Weg'

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MÜNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Bayern lehnt den von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geforderten Rechtsanspruch von Mitarbeitern auf Homeoffice ab. "Ein pauschaler gesetzlicher Anspruch auf mobile Arbeit ist der falsche Weg. Vor allem kleine und mittlere Betriebe wären mit neuen Bürokratien belastet und im Arbeitsablauf beeinträchtigt", sagte Bayerns Arbeitsministerin Carolina Trautner (CSU) am Mittwoch in München. Homeoffice und mobile Arbeit, wo immer es möglich sei, seien in der aktuellen Situation jedoch ein richtiger und wichtiger Schritt, der helfe, unnötige Kontakte zu vermeiden.

Zudem, so betonte Trautner, könne nicht jede Tätigkeit von zu Hause aus erledigt werden: "Wir müssen auch an die denken, deren Arbeit vor Ort im Betrieb oder beim Kunden geleistet wird. Wir brauchen keinen pauschalen gesetzlichen Anspruch, der wichtige Berufsgruppen außen vorlässt, sondern maßgeschneiderte und pragmatische Angebote, von denen möglichst alle profitieren."

Heil hatte zuvor erklärt, die Ampel-Koalition von SPD, FDP und Grünen werde "moderne Regeln für mobiles Arbeiten in Deutschland" und einen Rechtsanspruch auf Homeoffice schaffen.

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