Sieg im Spitzenspiel: Bayern distanziert Bamberg

Bayern München hat im Spitzenspiel der Bundesliga ein Ausrufezeichen gesetzt und die Tabellenführung zementiert.

Das hoch ambitionierte Team von Trainer Sasa Djordjevic setzte sich gegen Brose Bamberg mit 77:68 (43:33) durch und fügte dem Serienmeister am zehnten Spieltag bereits die vierte Saisonniederlage zu. Die Münchner, die sich den Titel zum Ziel gesetzt haben, feierten ihren sechsten Sieg nacheinander.

Auf der Tribüne der mit 6700 Zuschauern ausverkauften Arena bejubelten Klub-Präsident Uli Hoeneß und die Fußballstars Arjen Robben, Franck Ribery und Thomas Müller den Prestige-Erfolg.


Auch die Südamerikaner James und Arturo Vidal genossen ihren Ausflug zum Basketball sichtlich - vor allem den zweiten Abschnitt (23:9), in dem die Gastgeber die Weichen für den Sieg stellten.

"Wir waren heute bereit für dieses Spiel. In der Defensive haben wir einen sehr guten Job gemacht", sagte Bayern-Coach Djordjevic. Sein Gegenüber Andrea Trinchieri meinte: "Das war jetzt unser viertes Spiel innerhalb einer Woche. Die anstrengenden letzten Tage haben letztlich dieses Spiel entschieden. Wir hätten gewinnen können, aber am Ende fehlte uns die nötige Energie."

Bayern distanzieren Bamberg

Jared Cunningham (17) und Devin Booker (13) stachen bei den Bayern heraus, für Bamberg punkteten Dorell Wright (14) und Bryce Taylor (10) am besten. Münchens Alex King absolvierte sein 486. Spiel in der BBL und ist damit der Spieler mit den meisten Einsätzen in der seit 1998 geführten digitalen Bestenliste.


Während den Münchnern (18:2 Punkte) nur noch die MHP Riesen Ludwigshafen (14:2) folgen können, kämpft Bamberg (12:8) derzeit um einen der acht Playoff-Plätze. Im zweiten Spiel des Sonntags gewannen die Telekom Baskets Bonn (12:6) das Verfolgerduell gegen medi Bayreuth (14:6) mit 85:82 (44:47). 

Dreimal in den letzten drei Jahren waren die Bayern in der K.o.-Runde an Bamberg gescheitert, dementsprechend motiviert ergriff der Meister von 2014 die Chance, den großen Rivalen aus Franken weiter zu distanzieren.

Coach Djordjevic hatte vor dem Anwurf gesagt: "Das Spiel wird in der Verteidigung entschieden werden. Hier müssen wir kämpfen, dürfen keinen Zentimeter nachgeben und physisch mit allem dagegenhalten, was wir haben."

Bambergs Mammutprogramm fordert Tribut

Das taten die Bamberger erst im letzten Viertel, bis auf vier Punkte (67:71) kämpften sie sich heran. Mehr ging nicht. "Wir wollten es heute sehr", sagte Alex King, der sein 486. Spiel in der Bundesliga absolvierte und damit Rekordspieler ist: "Das war ein guter Schritt nach vorne."

Die Münchner waren aber auch deutlich ausgeruhter in die Partie gegangen, Bamberg absolvierte am Sonntag sein drittes Spiel in sechs Tagen. Nach der kräftezehrenden wie beeindruckenden Aufholjagd beim 84:81-Sieg gegen den FC Barcelona am Mittwoch hatte Trinchieris Team auch noch am Freitag in der EuroLeague bei Olimpia Mailand spielen müssen und eine 62:71-Niederlage kassiert.

Selbst bei den Bayern hatte diese Spielplangestaltung Unverständnis hervorgerufen. "Das ist nicht in Ordnung. Das ist nicht fair. Da fehlt das Fingerspitzengefühl", sagte Hoeneß. Seine Mannschaft könne seit dem erfolgreichen EuroCup-Duell gegen Galatasaray Istanbul (86:78) am Mittwoch "warten, bis die kommen", hatte Hoeneß vor der Partie im Münchner Merkur gesagt.