Bayern-Präsident Uli Hoeneß: "Lahms Berater schätzen wir nicht"

Bayern-Präsident Uli Hoeneß sieht die letzten Entwicklungen auf dem Transfermarkt problematisch. Eine Draxler-Verpflichtung schließt er aus.

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich gegenüber Sky Sport News HD ausführlich zu zahlreichen Themen geäußert. Unter anderem kritisierte er Roman Grill, den Berater von Philipp Lahm.

"Glauben Sie, dass es klug gewesen wäre, dass ein Spieler wie Philipp Lahm am 30. Juni mit dem Fußball aufhören und am 1. Juli diesselben Spieler unter Druck setzen kann?", fragte Hoeneß zur langwierigen Suche nach einem Sportdirektor.

Hoeneß: Salihamidzic ist die Königslösung

"Es wäre auf jeden Fall eine Abkühlphase notwendig gewesen, aber diese Zeit hatten wir nicht. Ich persönlich bedauere sehr, dass Philipp nicht zur Verfügung stand", so Hoeneß weiter. 

Einen Seitenhieb hatte der Präsident auch noch parat - auf Lahms Berater Roman Grill: "Wir schätzen Philipp Lahm alle sehr. Aber seinen Berater schätzen wir nicht. Und den hätten wir miteinkaufen müssen."

Hasan Salihamidzic ist nun Sportdirektor beim Rekordmeister und beeindruckt Hoeneß in seiner bisherigen Amtszeit. "Manchmal wird aus einer Notsituation eine Lösung gefunden, die die allerbeste ist. Wir haben mit ihm die Königslösung gefunden. Brazzo hat in den zwei Wochen intern mehr dazwischengehauen als Matthias Sammer in einem Jahr", sagte Hoeneß.

"Finde Neymar nicht so gut"

Zudem äußert sich der Präsident zu den aktuellen Geschehnissen auf dem Transfermarkt und stellt mit Blick auf Borussia Dortmunds wechselwilligen Ousmane Dembele eines klar: "Wenn der FC Bayern entscheidet, dass ein Spieler bleiben soll, dann hat er zu bleiben." Dies galt nicht für Douglas Costa, den der FC Bayern in diesem Sommer an Juventus Turin abgab. Der Grund: "Costa wollte nach kürzester Zeit mehr Geld, obwohl er überhaupt keine Leistung gebracht hat", so Hoeneß.

Der vielzitierte Fall Neymar, der für eine neue Rekordsumme zu Paris Saint-Germain gewechselt ist, hat es Hoeneß dagegen nicht besonders angetan: "222 Millionen Euro? Ich finde den Neymar jetzt nicht so gut."