Bayern-Präsident Uli Hoeneß mit Brandrede: Vorwürfe von Bobic eine "Schweinerei"

Bayerns Präsident will die Kritik an der Verpflichtung von Kovac nicht gelten lassen. Hoeneß holt zum Rundumschlag gegen Fredi Bobic' Worte aus.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat die Verpflichtung von Frankfurts Trainer Niko Kovac verteidigt - und Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic harsch attackiert. Es sei eine "Schweinerei", den Bayern vorzuwerfen, die Info zum Kovac-Wechsel an die Presse weitergegeben zu haben.

Nach dem 5:1 der Bayern im Abendspiel gegen Borussia Mönchengladbach erklärte Hoeneß gegenüber Sky, dass er die "Aussagen von Bobic als ziemlich unverschämt gesehen" habe: "Wir haben uns sehr professionell verhalten, weil wir eine Lücke im Vertrag ausgenutzt haben." Kovac hatte eine Klausel im Vertrag, wonach er für eine Ablöse von 2,2 Millionen Euro zu den Bayern wechseln darf.

"Wir hätten es auch nach der Saison sagen können, aber wir haben uns bewusst entschieden, es [den Frankfurtern] so früh wie möglich zu sagen. Hätten wir es in vier Wochen gesagt, hätten wir Ruhe und Frankfurt den Ärger", betonte Hoeneß. "Wir haben nicht die Presse informiert, Springer [der Verlag von Bild und Sport Bild] hilft uns selten. Wir haben nichts dazu beigetragen, dass die Sache an die Öffentlichkeit kam." Das habe die Bild auch bestätigt.

Hoeneß: "Welches Interesse hätten wir daran haben sollen?"

Bobic' Vorwürfe, wonach die Veröffentlichung des Wechsels "ärgerlich, unprofessionell und respektlos" seien, wollte Hoeneß nicht auf sich sitzen lassen. "Das ist eine Schweinerei, das hat er nicht bestätigen können", sagte er zu den Vorwürfen, die Bayern hätten den Kovac-Wechsel an die Presse lanciert. "Welches Interesse hätten wir daran haben sollen?" 

Die Frage, wann die Bayern genau zum ersten Mal Kontakt zu Niko Kovac bzw. seinem Berater aufgenommen hätten, wollte Hoeneß nicht beantworten: "Wir sind hier nicht bei der Staatsanwaltschaft."