Nach Bayern-Pleite: 1860 will den Titel

Coach Daniel Bierofka will mit 1860 München die Meisterschaft klar machen

Die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern vertagte ausgerechnet die zweite Mannschaft des FC Bayern München mit dem 3:1-Sieg gegen den TSV 1860 München.

Nach der bitteren Derby-Pleite wollen die Löwen zwei Spieltage vor Schluss nun den zweiten Matchball verwerten und endlich den Titel klarmachen.

Am Samstag trifft 1860 (ab 17 Uhr LIVE im TICKER) auf den FC Pipinsried. Gegen den Liga-Neuling und Tabellen-13. aus dem 580-Seelen-Dorf reicht bereits ein Punkt für die Meisterschaft.

Denn bei sechs Punkten Vorsprung und zwei noch ausstehenden Spielen (Pipinsried und Bayreuth) sollte sich Sechzig den Meistertitel freilich nicht mehr nehmen lassen. (Tabelle der Regionalliga Bayern)

1860-Fans wollen Titel feiern

"7000 Zuschauer sollen kommen - ich weiß gar nicht, wo sie die hinpacken wollen", witzelte 1860-Coach Daniel Bierofka vor der Partie. "Wahrscheinlich alle hinter meine Trainer-Bank. Das wird dann auch schwierig, auf das Spiel einzuwirken."

Ungewohnt ist es für die Münchner keineswegs. "Wir haben ja öfter mit so etwas zu tun, auch in Rosenheim haben sie extra eine Tribüne aufgebaut. Überall, wo wir gespielt haben, war Ausnahmezustand", erinnerte Bierofka an frühere Auswärtsspiele in der Regionalliga. (Spielplan/Ergebnisse)

1860 richtet Fokus auf Saarbrücken

Derweil laufen auch die Vorbereitungen für die Aufstiegs-Playoffs gegen Südwest-Meister 1. FC Saarbrücken. "Wir hatten schon jemanden bei Saarbrücken gegen Offenbach. Wir haben mehrere Leute, die da akribisch dran arbeiten, so dass wir auf jeden Fall wissen, wie der Gegner dann spielt", verriet Bierofka.

Klub-Ikone Benny Lauth, der seinen Löwen bei der Auslosung den schwersten Gegner zuloste, erwartet "zwei heiße Spiele", bleibt aber zuversichtlich: "1860 hat jetzt die beste Mannschaft als Gegner. Aber in zwei Partien ist alles möglich." 

Bierofka ergänzte: "Das ist eine sehr ausgebuffte Mannschaft" - und glaubt nichtsdestotrotz felsenfest an den Aufstieg in die 3. Liga.