Bayern: Neuer soll im Pokal-Kader für Berlin stehen

Bayern: Neuer soll im Pokal-Kader für Berlin stehen

Torhüter Manuel Neuer (32) vom FC Bayern kommt seinem Comeback nach rund acht Monaten Verletzungspause offenbar näher. Der Kapitän der Nationalmannschaft wird im Kader des Rekordmeisters für das Finale im DFB-Pokal am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) gegen Eintracht Frankfurt stehen, wie die Bild-Zeitung berichtet. Demnach soll aber weiterhin Sven Ulreich zunächst im Tor stehen. 
Auch Bundestorwarttrainer Andreas Köpke sieht Neuer, der am Freitagvormittag in Trainingsklamotten mit in die Hauptstadt reiste, "zu 99 Prozent auf der Ersatzbank". Er schlussfolgert in Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung: "Wer auf der Bank sitzt, ist fit und belastbar."
Obwohl Neuer seit seinem Fußbruch im September ohne Einsatz ist, wurde er am Dienstag von Bundestrainer Joachim Löw ins vorläufige Aufgebot für die anstehende WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) berufen. "Manuel steigt in dieser Woche bei Bayern München voll ins Training ein. Das gewährleistet uns, dass er im Trainingslager die volle Belastung toleriert", hatte Löw gesagt: "Dann wollen wir uns selber ein Bild machen und offen und ehrlich mit ihm reden: Ist es möglich, die WM zu spielen?"
Der Weltmeister ist einer von vier Torhütern im Kader. Neben seiner etatmäßigen Nummer eins nominierte Löw dessen bisherigen Stellvertreter Marc-Andre ter Stegen vom FC Barcelona, Leverkusens Bernd Leno und Kevin Trapp (Paris St. Germain). Bis zur Nominierung seines endgültigen, 23-köpfigen Aufgebots am 4. Juni muss Löw einen Torwart streichen.
"Manuel ist als Kapitän und als wichtiger, erfahrener Spieler einer, der der Mannschaft auch auf der Bank helfen würde", sagte Köpke, deshalb müsse man "bis zum Schluss alles versuchen". Neuer brauche, wie vor der WM 2014 gesehen, aber "nicht so viel Spielpraxis, um wieder reinzufinden". Im Notfall habe die Mannschaft mit ter Stegen "einen Supertorwart, der eine fantastische Saison gespielt hat".