Bayern München besiegt Bayer Leverkusen: Einfach eine Nummer zu groß

Beim 3:1 zum Auftakt der Rückrunde in Leverkusen hat Bayern München gleich ein Ausrufezeichen gesetzt und seine Extraklasse unter Beweis gestellt.

Die Bayern -Bosse verschwanden mit einem breiten Lächeln in die Tiefgarage der BayArena. "Das war doch souverän, ein toller Rückrundenauftakt", sagte ein strahlender Präsident Uli Hoeneß und Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge pflichtete bei: "Hochverdient, da muss man mehr als zufrieden sein."

Zuvor hatte der souveräne Tabellenführer Bayern München mit 3:1 (1:0) bei Champions-League-Anwärter Bayer Leverkusen seine Extraklasse in der Liga unterstrichen und trotz kleiner Wackler einen weiteren großen Schritt Richtung 28. Meistertitel gemacht. Auch ohne Torjäger Robert Lewandowski und die ebenfalls noch leicht angeschlagenen Abwehrspieler Mats Hummels und Joshua Kimmich ließen der Rekordmeister unter dem Strich gegen die überforderte Werkself nichts anbrennen.

Heynckes schwärmt von "reifer Mannschaft"

An der alten Wirkungsstätte ihres Trainers Jupp Heynckes sorgten Javi Martinez (32.) und Franck Ribery (59.) mit ihren jeweils ersten Saisontreffern sowie der kolumbianische Superstar James mit einem direkt verwandelten Freistoß (90.+1) für einen optimales Start des Branchenprimus in das WM-Jahr. "Es hat sich wie ein roter Faden durchgezogen. Die individuelle Klasse, die Reife und die Erfahrenheit sind ganz klar bei Bayern. Die Mannschaft war von Jupp Heynckes perfekt eingestellt", lobte der frühere Bayern-Sportdirektor und aktuelle Eurosport -Experte Matthias Sammer seinen Ex-Klub und vor allem FCB-Coach Heynckes.

Der 72-Jährige, der trotz des Ausfalls von Lewandowski Rückkehrer Sandro Wagner erst in der 78. Minute zu dessem Comeback verholfen hatte , war vom insgesamt souveränen Auftritt seiner Mannschaft, die nur nach dem Anschlusstreffer von Kevin Volland (70.) kurz den Faden verlor, ebenfalls angetan: "Die Mannschaft hat gegen einen starken Gegner über weite Strecken taktisch und von der Defensive her sehr gut gespielt", sagte Heynckes und betonte zudem: "Wenn wir in einen Spielfluss kommen, sieht man, dass wir nicht nur eine gute, sondern auch eine reife Mannschaft haben."

Das unterstrich auch Ersatzkapitän Thomas Müller. "Wir wollten zeigen, dass mit uns nicht zu spaßen ist", kommentierte der Weltmeister den Auftritt seiner Mannschaft unter dem Werkskreuz. Müller fand dennoch ein Haar in der Suppe: "Wir haben zu viele lange Bälle gespielt, statt den Mut zu haben, in die Zwischenräumen zu spielen."

Robben wollte ein Zeichen setzen

Unter dem Strich waren bei den Bayern aber alle zufrieden. "Wir haben ein Zeichen gleich im ersten Spiel im neuen Jahr gesetzt, das war unser Ziel", so der Niederländer Arjen Robben. Und auch Wagner war nach seinem kurzen Auftritt guter Dinge : "Ich wusste, dass es nicht einfach wird, hier zu spielen. Ich muss die Situation annehmen wie sie ist. Ich will der Mannschaft helfen."

Auf Leverkusener Seite hielt sich die Enttäuschung nach dem Ende der Erfolgsserie mit 14 Pflichtspielen ohne Niederlage in Grenzen. "Es sollte heute nicht sein, und das geht am Ende auch so in Ordnung. Daran werden wir aber nicht zerbrechen", sagte Kapitän Lars Bender und sein Trainer Heiko Herrlich bilanzierte: "Wir müssen uns nicht schämen, denn wir haben mit offenem Visier gespielt."