Was taugt der Bayern-Kader?

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Was taugt der Bayern-Kader?
Was taugt der Bayern-Kader?

Es war beileibe nicht der spektakulärste Transfer-Sommer, den der FC Bayern je hatte - aber er war doch noch ereignisreicher als es zwischenzeitlich den Anschein hatte.

Der Wechsel von Marcel Sabitzer, der seinem neuen, alten Coach Julian Nagelsmann von RB Leipzig zum FCB gefolgt ist, hat die Münchener im Mittelfeld um eine Option reicher gemacht. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Wie steht es nun nach dem Deadline Day um den Kader des Rekordmeisters?

Ist der Anspruch einer europäischen Spitzenmannschaft erfüllt, jede Position doppelt mit internationaler Klasse zu besetzten? Wo ragt die Kadertiefe heraus, wo bleiben Probleme? SPORT1 analysiert.

Der Kader des FC Bayern im Check - TORWART:

Solange Manuel Neuer verletzungsfrei bleibt, haben die Bayern auf dieser Position die wenigsten Sorgen. Auch mit seinen 35 Jahren ist der Keeper eine absolute Bank und definitiv in der Weltklasse verortet.

Mit Sven Ulreich steht ein verlässlicher Backup parat, falls Neuer doch mal pausieren muss. Der talentierte Christian Früchtl, der bei seiner Leihe nach Nürnberg keine Spielpraxis sammeln konnte, ist die Nummer 3. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

INNENVERTEIDIGUNG:

Mit Dayot Upamecano und Niklas Süle hat sich zu Saisonbeginn ein Stamm-Duo etabliert, das nicht jeder auf der Rechnung hatte. Die Rückkehr von 80-Millionen-Mann Lucas Hernández könnte das Duo sprengen, wobei Upamecano gesetzt scheint. Allerdings hat sich der Neuzugang von RB Leipzig bei der Nationalmannschaft verletzt.

Auf seinen Durchbruch muss noch Tanguy Nianzou warten, dem - aktuell auch wieder von Joshua Kimmich - eine große Zukunft bescheinigt wird. Im Notfall kann auch Benjamin Pavard, der ebenfalls noch eine Verletzung auskuriert, die Rolle des Innenverteidigers bekleiden. Insgesamt scheinen die Bayern auf dieser Position gut gerüstet.

AUSSENVERTEIDIGER:

Die neuralgische Position auf der rechten Abwehrseite hat der Rekordmeister noch immer nicht adäquat besetzt. In Vertretung des verletzten Pavard machte Aushilfsmann Josip Stanisic seine Sache zwar gut, doch in der Champions League wird die Luft dünner.

Auf der anderen Seite ist Alphonso Davies gesetzt, mit Hernández steht ein starker Backup parat. Weil die zweite Reihe mit Bouna Sarr (rechts) und Neuzugang Omar Richards (links), der sich noch an die Bundesliga gewöhnen muss, sichtbar abfällt, müssen die Bayern hoffen, dass Pavard und Davies ohne größere Verletzungen durch die Saison kommen.

DEFENSIVES MITTELFELD:

Joshua Kimmich und Leon Goretzka werden, sofern nicht verletzt, den Löwenanteil der Saison auf der Sechs absolvieren - dies dürfte schon jetzt feststehen. Mit der Verpflichtung von Sabitzer haben die Münchner nun auch die Möglichkeit, den beiden eine Pause zu gönnen. Auch Marc Roca, der in seinem zweiten Bayern-Jahr durchstarten will und Corentin Tolisso sollen unter Julian Nagelsmann zu erhofften Alternativen werden.

OFFENSIVES MITTELFELD:

Auch auf der 8 oder 10 hat Nagelsmann die Qual der Wahl. Mit Leon Goretzka, Jamal Musiala oder Thomas Müller stehen ihm viele Möglichkeiten zur Verfügung. Auch Tolisso, der ein Verkaufskandidat war, könnte noch eine wichtige Rolle spielen, sofern er seine Verletzungsanfälligkeit endlich überwindet. Für Michael Cuisance, den die Bayern eigentlich loswerden wollten, sieht es eher nach einem Tribünenplatz aus.

OFFENSIVE FLÜGEL:

Mit Serge Gnabry, Leroy Sané und Kingsley Coman sind die Münchner im klassischen 4-2-3-1 auf den Flügeln gleichwertig stark besetzt. Dem Kader hätte ein vierter Außenstürmer allerdings gut getan, denn erfahrungsgemäß bleiben die Flügelflitzer nicht über die gesamte Saison unverletzt.

Setzt Nagelsmann auf eine Dreierkette, hat der Coach ebenfalls genügend Alternativen zur Hand. Mit Müller und Musiala stehen zwei Spieler bereit, die eher die Halbräume einnehmen können.

STURM:

Wie ein guter Wein scheint auch Robert Lewandowski im Alter immer besser zu werden. Bleibt der polnische Super-Knipser verletzungsfrei, dürfen sich die Bayern wieder auf Tore en masse freuen.

Hinter „Lewy“ hat sich längst Eric Maxim Choupo-Moting etabliert, auch wenn der 32-Jährige seinen prominenten Teamkollegen naturgemäß nicht 1:1 ersetzen kann. Im Notfall könnten auch Thomas Müller oder Serge Gnabry in der Sturmmitte spielen. Lewandowskis seltene Abwesenheiten wurden so in der Vergangenheit immer wieder gut abgefangen.

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