Bayern-Herzstück: Das sagt Löw zum Ballack-Wunsch

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 2 Min.
Bayern-Herzstück: Das sagt Löw zum Ballack-Wunsch
Bayern-Herzstück: Das sagt Löw zum Ballack-Wunsch

"Sie spielen in München zusammen, aber ich sehe Goretzka gelegentlich weiter vorne."

Joachim Löw hat am Dienstag zum Ausdruck gebracht: Leon Goretzka ist auch bei ihm zukünftig gesetzt, allerdings in einer etwas anderen Rolle als beim FC Bayern, wo er sich im Tandem mit Joshua Kimmich als Sechser behauptet hat und mittlerweile defensiver agiert. Hansi Flick gestaltet das Duo variabel. Löw sieht Goretzka jedoch noch offensiver.

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Geht das gut?

Ballack fordert Bayern-Duo im DFB-Mittelfeld

Im neuen SPORT1 Podcast "Meine Bayern-Woche" hatte sich der frühere Weltklasse-Mittelfeldspieler Michael Ballack dafür stark gemacht, die beiden Bayern-Stars beim DFB nicht zu trennen: "Ich glaube, Goretzka und Kimmich sind gesetzt."

Der Capitano forderte zwar auch Toni Kroos und Ilkay Gündogan in der Startaufstellung, sagt aber zum FCB-Herzstück: "Sie sind beim FC Bayern zwei ganz erfahrene Spieler, die Woche für Woche unter hoher Erwartungshaltung Fußball spielen und einen hohen Standard bilden."

Klar ist: Auf das klassische Erfolgsmodell der Münchner wird Löw bis einschließlich der EM wohl nicht Eins zu Eins zurückgreifen, sofern er alle seine Mittelfeld-Stars zur Verfügung hat.

Löw will keine Doppelsechs

Löw sagt über seine Pläne: "Wenn drei Spieler im Mittelfeld spielen, müssen sie variabel agieren. Es nützt nichts, wenn jeder auf seiner Position klebt. Eine Doppelsechs will ich nicht. Denn stehen zwei auf gleicher Höhe, bringt das für unser Offensivspiel nichts."

Im ersten WM-Quali-Spiel gegen Island (WM-Qualifikation: Deutschland - Island, Do., ab 20.45 Uhr im LIVETICKER) wird es wohl trotzdem dazu kommen, dass Löw im zentralen Mittelfeld auf das erfolgreiche Bayern-Herzstück setzt und Ballacks Wunsch entspricht. Denn Kroos, der unter Löw neben Kimmich gesetzt ist, hatte wegen Adduktoren-Problemen vorzeitig aus Düsseldorf abreisen müssen. Im offensiven Mittelfeld dürfte dafür Ilkay Gündogan starten.

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Löw über Goretzka: "Er hat den Drang nach vorne und ist aus der zweiten Reihe torgefährlich, weil er immer durchläuft. Das sind Dinge, die ich von ihm erwarte. Unabhängig davon, ob er mit Kimmich, Kroos, Gündogan oder Florian Neuhaus spielt."

Von Gündogan will der Bundestrainer "sehen, dass er mit in den Sechzehner geht. Er ist ein Vorbereiter, aber mittlerweile auch ein guter Abschlussspieler. Daher ist es gut, wenn er bei uns etwas weiter vorne spielt."

Klar ist: Im Zentrum hat Löw ein Luxusproblem.